Einleitung
Kennst Du das Gefühl, irgendwie anders zu sein?
Nicht unbedingt besser. Nicht klüger. Sondern einfach… scheinbar anders als die anderen.
Vielleicht hast Du Dich schon als Kind für Dinge begeistert, die andere merkwürdig fanden. Vielleicht wolltest Du Zusammenhänge verstehen, Schönheit entdecken oder Fragen stellen, die niemand interessierten. Vielleicht hattest Du manchmal sogar das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein.
Viele Menschen kennen dieses Lebensgefühl. Manche beschreiben es als Einsamkeit. Andere als Fremdheit oder Nicht-Dazugehören. Viele erleben einen ständigen Konflikt zwischen dem Wunsch, ganz sie selbst zu sein und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Angenommen- und GesehenWerden und Sicherheit.
Woher solche Gefühle kommen, lässt sich unterschiedlich erklären. Die Psychologie hat darauf Antworten, z.B. die Bindungs- und Traumaforschung.
Und auch die Rückführungstherapie eröffnet manchmal eine überraschende Perspektive auf tiefer liegende Hintergründe.
Die Geschichte, die Du gleich liest, ist der Inhalt einer Rückführungssitzung einer Klientin, die mir die Erlaubnis gegeben hat, ihre Erfahrungen anonymisiert zu veröffentlichen. Ob Du solche Erinnerungen als tatsächliche frühere Erlebnisse, als innere Bilder oder als symbolische Sprache der Seele verstehst, überlasse ich ganz Dir.
Ich selbst nehme sie als wahre Geschichte. Nicht, weil ich andere Sichtweisen ausschließen möchte, sondern weil ich in über 25 Jahren therapeutischer Arbeit keinen überzeugenden Grund gefunden habe, diese Erfahrungen grundsätzlich anders zu verstehen.
Es gibt für mich daran nichts umzudeuten, denn solche Erinnerungen entstehen in meinen Sitzungen nicht beiläufig oder spielerisch. Sie werden oft über Stunden emotional, körperlich und therapeutisch erarbeitet.
Das Umdeuten als Symbol oder “Seelenbild” (und das dann wieder deuten müssen) wäre übrigens fatalerweise auch wieder dasselbe „Spiel“, das hier auch eine große Rolle spielen wird: die Wahrheit eines Wesens nicht ernst zu nehmen und sie zu verbiegen, weil das eigene Denken nicht mitkommt, die eigene Welt der anderen zu klein ist. Darin läge dann eine gewisse üble Ironie.
Mich interessiert an dieser Geschichte vor allem das:
Sie beschreibt auf berührende Weise den Weg einer Seele, die anders ist als die anderen – hier zeigt sich dieses AndersSein als Neugier, Forscherdrang, Lust auf Abenteuer und vielleicht in dem Wunsch, Schönheit zu entdecken – und schließlich erleben muss, wie schwer es sein kann, mit dem Erlebten wieder nach Hause zurückzukehren.
Etwas, das dem eigenen Wesen entspricht und einem selbst kostbar ist, mit anderen teilen zu wollen – und dann erleben zu müssen, dass es unverstanden bleibt, man selbst nicht wirklich gesehen wird und sich den anderen plötzlich fremder fühlt als zuvor.
Vielleicht erkennst Du Dich in manchen ihrer Gefühle wieder.
Vielleicht könnte das Kommende mehr über Dein heutiges Leben erklären, als es Dir auf den ersten Blick erscheint.
Ein Treffen im Dunkel
Der Beginn der Rückführung
Keine großen therapietechnischen Einleitungen in der Sitzung und wir befinden uns schon in der Vergangenheit von Larissa.
Aber nicht – wie vielleicht erwartet – in der Kindheit, im Mutterleib oder in einem früheren Leben in einem menschlichen Körper, nein,
Larissa befindet sich in einem feinstofflichen Körper und nicht auf unserer Erde.
Denn da ist plötzlich:
…ein heftiger Schmerz in der linken Seite des Brustkorbs. Die Wunde, die da ist, hat die Form einer aufrecht stehenden elliptischen Scheibe. Sie fühlt sich an, als wäre ein Blitz, Licht oder eine andere starke Energie in die Seite gefahren und hätte die Körperflanke aufgeschnitten.
Die Klientin spürt das alles zwar sehr klar, deutlich und unangenehm an ihrem Brustkorb, hat aber in dieser Erinnerung, in der sie ist und verletzt wird, gerade keinen Körper, jedenfalls keinen wirklich festen.
Sie scheint nicht auf der Erde zu sein.
Um sie herum (hat das Wesen, das sie jetzt ist, überhaupt ein Geschlecht, wie wir es kennen?) – um sie herum ist es dunkel und tiefschwarz.
Das Schwarz ist Dichte, es fühlt sich komprimiert an. Ein festes Nichts.
Doch nein… da sind Lichter, eher waberndes Licht, wie blauer Zigarettenqualm oder Schlieren oder Nebelschwaden.
Wow! Das ist alles superinteressant und wunderschön! – Larissas Faszination ist in der Sitzung deutlich zu spüren. Und es scheint aber dieselbe Faszination zu sein, die auch das Wesen, das sie scheinbar war und dessen Erfahrungen sie jetzt erlebt, auch fühlt.
Da ist sogar auch noch ein anderes Wesen! Sie ist gar nicht allein in diesem Dunkel, das sie aber auch nicht ängstigt… und überhaupt ist es komisch: weder dieses Wesen (oder sind da zwei?), noch diese Lichter findet sie bedrohlich, ganz im Gegenteil.
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Trotz des Titels: Das hier ist kein Kindermärchen. Die Erlebnisse in dieser wahren Geschichte stehen für Erfahrungen, die viele Seelen machen, so gesehen kann sie – ähnlich wie Märchen – auch für etwas Generelles stehen, vielleicht sogar universelle Themen beschreiben.
Larissa liegt hier auf der Therapiecouch in meiner Praxis, die Augen geschlossen, und erzählt diese Geschichte, als wäre sie gestern geschehen. Und wie ganz viele Erlebnisse in einer Rückführungstherapie stoßen wir, bei aller Individualität, auf ganz grundlegende Themen, die viele andere Seelen auch betreffen.
Das ist auch der Grund, Dir hier davon zu erzählen. Denn vielleicht kannst Du Dich in den Themen, die diese Rückführung ans Tageslicht bringt, auch ein wenig wieder erkennen. (Für die Möglichkeit, diese Therapieinhalte zu veröffentlichen, ein großes herzliches Dankeschön an Larissa! – deren Name ich natürlich geändert habe.)
Sicher, ein Teil von Larissa wundert sich manchmal etwas, ob das alles sein kann, was sie, da auf der Couch liegend, erzählt. Hat sie das wirklich einmal erlebt, in mehr oder weniger weit zurück liegenden Zeiten? Und dann noch ein außerirdisches Dasein ohne menschlichen Körper? Mittelalter wäre ja schon ein Ding… aber das hier jetzt ist echt far out…
…Aber all diese Überlegungen spielen jetzt weniger und immer weniger eine Rolle, weil das Erleben sie in seinen Bann zieht. Als wäre es eine Geschichte, die schon ewig erzählt werden wollte. Und so setzen sich diese Erinnerungen auch gegen Zweifel des Verstandes durch, übertönen ihn so, dass sie nicht das Erleben stören. Typischerweise melden sich die zweifelnden Gedanken – lässt man sie ruhig zu und spricht sie auch aus – immer weniger zu Wort. Man lässt immer mehr los, auch die sogar eher kontrollierten Klienten.
(Mehr zum Einstieg in eine Rückführungstherapie s. den Artikel Widerstand in der Rückführungstherapie und in “Rückführungstherapie ohne Hypnose” – alle Artikel sind auch unter dem Text nochmal verlinkt, damit Du nicht hin- und herspringen musst)
Man verschmilzt in den Sitzungen immer mehr mit der Person oder – wie hier: dem Wesen -, das man war. Und kann dann berichten, was man als dieses wahrnimmt, fühlt, denkt. Oft sehr emotional und körperlich, denn es geht nicht um “Wissen” oder Erkenntnis. Sondern Annehmen dessen, was einmal passiert ist. Das ist der Kern der Wirkweise und Effektivität dieser Therapieform. Nichts mehr verdrängen, verleugnen, verdrehen, projizieren – und dann in der Resonanz in unser Leben ziehen, was wir eigentlich gerade vermeiden wollen.
Mit anderen Worten: Rückführungstherapie hilft Traumata heilen. Gleichgültig, in welcher Zeit, an welchem Ort man lebte und etwas Traumatisches erlebte. Ob vor drei Jahren oder dreihundert – Trauma kennt keine Zeit und Deiner Seele ist sie auch ziemlich gleichgültig. (Auch, was Dein Ich darüber denkt; 😉 – vorausgesetzt, Du bist zumindest offen für alles, was kommen könnte… 😉 )
Rückführungstherapie zielt Traumata in der gesamten Seelengeschichte an, weil sie die eigentlichen Ursachen für Probleme im heutigen Leben sind. “Gesamt” schließt natürlich auch das heutige Leben mit ein. (“Reinkarnationstherapie” ist ein Begriff, den ich nicht sonderlich mag, weil er vortäuscht, in der Therapie ginge es nur um frühere Leben, was nicht immer stimmt.)
Larissa kommt von weit her in meine Praxis in Frankfurt wegen eines Intensiv-Doppeltermins, also zwei Sitzungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils bis zu vier Stunden lang (s. Therapieverlauf). Das ist der typische Rahmen, in dem ich seit über 25 Jahren mit der Rückführungstherapie arbeite. Er ermöglicht ein tieferes Einlassen als Einzeltermine, bietet genügend Raum für einen Vertrauensaufbau. So kann sich die Seele in der Geschwindigkeit öffnen, die sie braucht, um auch in unangenehme Gefilde ihrer Geschichte einzutauchen und sie bewusst werden zu lassen.
Aber zurück zur Sitzung: Uns interessiert jetzt die Vorgeschichte von Larissas Erfahrung im Dunkel von eben:
Woher kommt denn dieses feinstoffliche Wesen, das Larissa da im Dunkel damals war – und jetzt in der Sitzung wieder ist und so von den oszillierenden Lichtformen angezogen ist?
Die Herkunft des “Glühwürmchens”
Da, wo sie herkommt, sind noch andere: Sie sind Punkte, Lichtpunkte… wie Glühwürmchen. Glühwürmchen – oder wie Samen in einer Wassermelone (diese unirdischen Erfahrungen sind manchmal schwer zu beschreiben) – und sie ist mittendrin… sie fühlen sich alle sehr wohl, so zusammen und leuchtend, jedes hat seinen Platz. Larissa aber (wie auch immer sie dort heißt, falls es da überhaupt Namen gibt) ist irgendwann gelangweilt. Das ist alles nett und brav, aber die anderen kommen ihr etwas träge vor. Sie hat wohl Sehnsucht nach etwas Anderem, Abwechslung, Abenteuer. Diese Bedürfnisse scheinen die anderen nicht zu teilen, sie scheinen sehr zufrieden in ihrem Dasein.
Dann muss man sich wohl alleine aufmachen! Es hält sie jetzt wirklich nicht mehr da, sie löst sich los, verlässt ihre Heimat! …
Auf ihrer Reise gelangt sie dann in dieses schon erwähnte dichte Dunkel. (Es gibt keine Sterne, vielleicht die Nähe eines schwarzen Loches? Wir wissen es nicht und es ist uns jetzt auch nicht wichtig.)
Es ist genau, wie sie es sich wünschte: Bewegung, Lebendigkeit, Abwechslung, Abenteuer, das Gewohnte hinter sich lassen und Entdeckungen machen! Und jetzt diese Lichter, diese leuchtenden Schwaden, mitten in diesem Schwarz! Klasse! Sie ist begeistert, gebannt von so viel überraschend Schönem, nie zuvor Gesehenem.
Und es wird noch besser: da sind andere Wesen! Oder zumindest eins! Von weitem sieht sie das Alles noch nicht genau, was da ist und was dieses Wesen da macht. Sie will es genauer sehen und nähert sich dem Wesen. Langsam wird es deutlicher:
Es scheint so, als würde dieses Wesen dieses komprimierte Dunkel anschmelzen, genau da, wo die Lichter sind. Da wird das Dunkel aufgeweicht, verflüssigt. Das Licht scheint wie so eine Art Mittel dafür zu sein, das zu tun – wie die Flamme eines Schweißgeräts. Und ähnlich gefährlich ist es wohl auch: Larissa ist so neugierig und kommt immer näher – und wird plötzlich von diesem Licht in der Seite getroffen: es schneidet eine Wunde in ihre Seite.
Dieses Wesen weichte nicht nur dieses Dunkel auf, sondern traf auch sie dabei, nicht extra, hat es aber auch nicht verhindert. Dieses Wesen da wusste, dass sie da war und übermittelt ihr: “Du hast es bis hierher geschafft, dann kannst Du auch die Verantwortung dafür tragen! Erst auf erwachsen machen, dann sei es jetzt auch! Du hast Dir zugetraut, das sehen zu können, dann trag´ es halt auch!” – das klingt zunächst streng und wenig einfühlsam.
Es sah von Ferne aus wie ein Spiel, jetzt schmerzt es. Mitspielen geht also nicht.
Es hätte das alles nicht sehen sollen – sie macht sich jetzt etwas Vorwürfe. Das sei fahrlässig gewesen, in die Nähe zu kommen, geradezu naiv und zu sorglos.
Sicher, sie hatte den Mut, ihr “Nest” zu verlassen: die anderen ihrer Gemeinschaft, die aus ihrer Sicht so in ihrer Sicherheit und dem Gewohnten dahin dümpeln bis in alle Ewigkeit, könnten sich das gar nicht vorstellen. Jetzt hat sie aber die Quittung erhalten, die linke Seite dokumentiert es sehr eindrücklich (ja, auch feinstoffliche Körper haben natürlich Seiten und können Schmerz erleiden, wenn Du Dich das gefragt hast – und können auch kommunizieren).
Aber sie war so fasziniert, es sah von weitem alles so schön aus! Sie wollte unbedingt mehr wissen und sehen und dadurch das Ganze verstehen, erfahren, was da genau passiert. Dafür zahlte sie jetzt einen Preis.
Es ist ein bisschen so, wie wenn ein Kind sich ohne Schutzbrille einem Schweißer nähert und dieser sie nicht warnt oder schützt. Trotzdem macht der “feinstoffliche Schweißer” keinen bösen Eindruck. (Ich selbst schätze ihn so ein, dass er wie ein Vater agiert, der nicht jeden Stein vor dem noch etwas unsicher dahin wankenden Kind ausräumt. Also wohl nicht gerade ein überbehütender Helikoptervater, sondern sie ihre Erfahrungen machen lässt.) Es war die Neugier, die sie an diesen Ort, in dessen Nähe, trieb, der Wissensdurst, der Drang, hinter den Schleier (im wahrsten Sinne des Wortes) zu blicken. …Und das alleine, weil niemand in ihrer “Herkunftsfamilie” diesen Drang teilte.
Ok, gesehen. Den Schmerz weggesteckt, Erfahrung gemacht. Wie in der Heldenreise, dem zeitlosen “Klassiker der Seelengeschichten”: Die sichere Höhle verlassen, einem Ruf folgend, sich dem gefährlichen Außen stellen, dem Gegenspieler begegnen, hoffentlich überleben und dann verändert die neuen Erfahrungen, das neue Gefühl, das neue Ich, zurück in das Heim bringend (das war die absolute Kurzversion der Heldenreise 😉 ).
Die Rückkehr zur Heimat
Was jetzt?
Zurück! (Genau wie in der Heldenreise.)
Warum? Sie hatte vor ihrem Abenteuer “Hummeln im Arsch”, wie sie selbst sagte, und die anderen… waren anders.
Behäbiger, langsamer, genügsamer.
Sie wollte dem nachgehen, was sie als Impuls fühlte – wie Entdecker, Forscher, Abenteurer es tun.
Die Frage nach dem “Warum zurück?” haben wir nicht ganz geklärt (wie manche Frage in einer Sitzung auch mal aus Energie- oder Zeitgründen offen bleiben kann).
(Ich selbst habe das Gefühl, dass sie trotz ihrer Andersartigkeit eine starke Verbindung zu ihrem “Heimatplaneten” hatte. Und sie nicht einfach weiterziehen wollte. Und wollte dann den anderen aus dieser Verbundenheit heraus begeistert weitergeben, was sie erfahren hat. Etwas zurückgeben, mitteilen, vermitteln, was die anderen nicht erlebt haben.
Vielleicht sich auch erst mal ausruhen im Bekannten, Sicheren.
…Aber was ich denke, spielt hier weniger eine Rolle…)
Also zurück!
Auf dem Weg zurück nach Hause kommen ihr Bedenken: Wie das schwer zu Beschreibende, das sie erfahren hat, beschreiben? – denen, die nie dort weggekommen sind, nur die Wassermelone kennen!?
Das könnte für alle Abenteurer und Entdecker in allen Universen eine “kleine” Schwierigkeit gewesen sein: sich verändern durch die Reise und dann heimkehren und den anderen vermitteln wollen, was man erlebt hat – den Blinden Farben erklären, sozusagen.
Das kann sehr einsam machen, wenn das nicht gelingt – und das wird es auch für Larissa, das tapfere, abenteuerlustige Glühwürmchen.
Ihr geht es um Schönheit und Staunen. Die phantastischen Eindrücke will sie zu Hause weitergeben. Den anderen erzählen, wie einmalig ihre Erfahrung war. Für diese Erlebnisse Schmerz einstecken, aber stolz darauf sein: auf den Mut, sich zu verändern, die eigene Welt erweitert zu haben. Mind-Expanding, Mind-Blowing, sprichwörtlich die Komfortzone verlassen, wie man als Mensch heute sagt, und etwas wagen – aus den Fußstapfen der Alten und Anderen heraustreten.
Also versucht sie ihr Bestes, ihre Erfahrungen weiterzugeben, ihnen die Augen zu öffnen. Aber die anderen machen nicht den Eindruck, das überhaupt zu wollen. Noch viel schlimmer: es interessiert sie auch gar nicht. Sie scheinen in ihrem SoSein sehr genügsam. In dem Stil von “störe unsere Kreise nicht”.
Larissas Vision ist, aus ihrer Lichtererfahrung kommend, dass alle Glühwürmchen eine Light Show machen sollten und riesengroße Lichtmuster bilden: Unbeschwertheit, Lebendigkeit, Sorglosigkeit, Schönheit, zusammen leuchten und tanzen – bei dieser Vorstellung geht ihr Herz auf! Das scheint das zu sein, was sie mit zurück bringt, was im wahrsten Sinne des Wortes in ihr gezündet wurde, weit außerhalb ihrer Heimatwelt. Eine schöne, bewegte Zukunft für alle.
Es kommt einfach nicht an.
Sie ist jetzt tief enttäuscht von den anderen. “Enttäuscht” ist noch schwach formuliert. Ihr ist unbegreiflich, wie ignorant die anderen sind. Vor ihrer Reise hatte sie sich schon etwas anders als die anderen gefühlt, aber nicht außerhalb der Gemeinschaft. Diese Erfahrung jetzt hat sie aber ganz von den anderen abgesetzt, die Unterschiede noch viel deutlicher gemacht, die Distanz zu den anderen stark vergrößert.
Ihre Stimmung wird zunehmend düsterer, gedrückter. Ich kann zusehen, wie Larissa die Emotionsskala herunter wandert.
“Ich sorge für Unruhe, könnte ansteckend sein wie eine leichte Grippe.” Ihnen die Augen, zum Beispiel für die Schönheit von Licht und Bewegung öffnen, das klappt wohl nicht. Es geht eher nach hinten los. Für die anderen scheint sie zu wirken, als hätte sie einen Virus in sich, den niemand haben will.
Sie wird traurig und einsam. Sie wird aber auch zunehmend genervt und aggressiv: die anderen sind “lahmarschig”, selbstgefällig, bewegen sich in immer Demselben, stinklangweilig. Sie wird immer ungeduldiger, angespannter, vehementer und damit auch missionarischer: “Guckt doch mal da hin! Das ist doch so offensichtlich! Seht Ihr das nicht, oder was?”
Was sie gesehen hat, will sie teilen, den störrischen anderen geradezu aufdrängen. Das wird von den anderen jetzt nicht unbedingt freudig aufgenommen.
(Das ist meiner Erfahrung nach ein bekanntes Muster: Man möchte die besonderen, einmaligen Fähigkeiten und Wahrnehmungen aus Liebe mit anderen teilen. Aber was man gibt (oder einfach ist), wird nicht gesehen, nicht geschätzt oder wird sogar bedroht. Man fühlt sich einsam, anders, unverbunden, abgelehnt und unsicher. Siehe auch den Artikel “Liebeserklärung an alle Außerirdischen”))
Und sie wird wahrscheinlich zunehmend missionarisch und drängender (und abwertender), weil: wenn die anderen ihr doch glauben würden, wäre sie wieder mehr Teil der Gemeinschaft. Oder wenn dadurch die anderen auch nur etwas neugieriger geworden wären, wären sie ihr dadurch ähnlicher geworden oder hätten sich zumindest nicht von ihr entfernt.
Ein zunehmend verzweifelter Kampf.
Sie wäre dann nicht mehr so einsam gewesen und sie hätte die Verbindung halten können, vielleicht sogar einen feinstofflichen anerkennenden Klaps auf die Schulter von allen bekommen.
Sie hätte sich nicht draußen gefühlt:
Aber da ist stattdessen das schmerzhafte AusgeschlossenFühlen – es ist wie eine Wunde. Und sie trägt ja wirklich eine Wunde, die Folge ihres Ausflugs – weg aus der Langeweile und Sicherheit und Stabilität ihrer Gemeinschaft. Zeichen ihres Mutes, aber jetzt auch ihres schmerzhaften Ausschlusses von der Gemeinschaft.
Am Ende stehen Resignation, Energielosigkeit, Ohnmacht, die anderen nicht erreichen zu können, das Erlebte nicht vermitteln zu können.
Seit wir uns in der Phase und dem Thema der Rückkehr bewegen, schmerzt ihr Solarplexus. Es ist wie nach einem Schlag in die Magengrube, in ihre Mitte, als würde sie in der Mitte durchbrechen. Das Zentrum ihres Seins scheint getroffen.
Sie macht sich ihre Alternativen klar:
“Entweder ich halte meine Klappe und versuche zu vergessen (was klar nicht funktionieren würde, sagt sie selbst). Das wäre frustrierend und ein Gefühl, als würde ich permanent gewürgt und hätte alles vergeudet [auch das, wie vieles in der Sitzung: Gefühle, die sie gut aus dem heutigen Leben kennt].
oder
ich gehe jetzt von selber und frage, wer dabei ist, wer mit mir mitkommen will
oder
ich werde `rausgeschmissen.”
Es wird die erste Option werden. (Warum, könnte auch eine Vorgeschichte haben, interessiert uns im Augenblick aber nicht.)
Eine traurige Option, vielleicht die traurigste. Die Kapitulation.
Eine Seele, die sich gebrochen fühlt.
Die sich einreiht in das Normale ihres Planeten.
Die Freude, Licht und Bewegung – sogar als leuchtendes Glühwürmchen! – nicht mehr fühlt oder zumindest keine Freude mehr hat, es zu sein.
Statt einem Lichtpunkt, der mit anderen eine Universums-Light Show tanzt, ist sie jetzt ein festsitzender Kern in einer Melone.
Wieder Teil der Gemeinschaft geworden, zumindest äußerlich.
Und zumindest die Sicherheit und Stabilität und das DabeiSein als Gewinn.
Leider auf Kosten der Lebensfreude, Beweglichkeit, Energie und Individualität. Eine Art Seelentod.
Das, was sie eigentlich ausmachte, scheinbar verloren.
Das lässt natürlich in der Folge an jeglichem Sinn zweifeln.
Orientierung verlieren, den inneren Kompass, die Mitte scheinbar verloren.
Unsicherheit und Zweifel sich selbst gegenüber sind gesät.

Das vorläufige Ende der Therapie
Die Sitzung ist weit fortgeschritten, wir müssen zum Ende kommen. Daher machen wir jetzt eine innere Gegenüberstellung zwischen der heutigen Larissa und dem Glühwürmchen, das sie war.
Wir bitten dafür das Glühwürmchen, zu Larissa zu kommen. Larissa sieht es sich gegenüber schwebend (natürlich vor ihrem inneren Auge).
Ich frage Larissa, wie ihr früheres Ich wirkt. Es wirke “wie gebrochen, desillusioniert, es hat keine Kraft oder Feuer mehr. Es verleugnet sich immer noch, redet sich noch immer die eigenen Bedürfnisse und Sehnsucht nach Abenteuer, Erkenntnissen aus.” [die Klientin weint sehr]
Es kommen jetzt auch noch zusätzliche Eindrücke dieses früheren Lebens:
Das Glühwürmchen hätte am Rande weitergelebt, wie in einer Höhle gefangen und eingekapselt in einer gallertartigen Masse, vor sich hin vegetierend [Larissa weint immer noch sehr], himmelweit weg von allem, was sie ausmachte. Beim Erzählen kommt auch der Schmerz in der Körpermitte wieder, natürlich “passend” zum Erzählten.
Es gilt, auch solche Zustände anzunehmen, so unangenehm sie sein mögen. Wir erlauben es ihnen, da zu sein. Nicht wegatmen, wegmachen, abstoppen, unterdrücken, zu “besseren” Zuständen fliehen, sonst bleiben sie erst recht (mehr zum guten Umgang mit Emotionen s. “Emotionen befreien”). Schmerzhaft und heilsam zugleich.
Aus dem spontanen Rückblick von dieser Begegnung aus wird ihr auch deutlich: Sie hat zu viele Zweifel zugelassen, auch an sich selber. Sonst hätte sie vielleicht Erfolg gehabt. Sie wurde wankelmütig, hat sich beeinflussen lassen, sich in Frage gestellt. Larissa versteht es jetzt, verurteilt das Glühwürmchen aber nicht. Denn sie hat emotional verstanden, was passiert ist: wie es ihm ging, wie und warum es so gehandelt hat.
Wenn man mit der Person, die man war, wirklich eins war und aus dieser Perspektive sieht und fühlt, kommt Verstehen von selbst, weil die Distanz auf 0 oder fast auf 0 geschmolzen ist. Eine Distanz, die durch die Verdrängung bis zur Sitzung maximal war. Man hatte die frühere Person ja förmlich in den Keller weggesperrt – oder in Larissas Fall: quasi in der Höhle gelassen – und dann vergessen, verneint. Und damit einen wichtigen Teil von sich selbst außerhalb der eigenen Liebe gestellt.
Das verändern wir durch das Wiedererleben in der Rückführung jetzt: wir sagen JA zu dem Erleben der Person, schließen sie wieder in unsere Liebe ein und nehmen sie ernst, stimmen mit ihren Wahrnehmungen überein. Das ist der größte Wirkfaktor in einer Rückführungstherapie. Das Annehmen. Und das ist Arbeit.
(Auch hier: Kein Handauflegen, keine Umdeutungen ins Positive, energetische “Auflösungen” etc., denn das ist meistens nicht Annehmen, sondern wieder WegmachenWollen und hat mit Integration nichts zu tun, fühlt sich nur für den Moment besser an.)
Hier in der Gegenüberstellung mit dem früheren Ich wäre auch die Zeit und Möglichkeit der Selbst-Vergebung. Sie ist nach dem Durcharbeiten oft gar nicht mehr nötig, weil man sich wirklich verstanden hat. Es tut aber manchmal trotzdem gut, sich selbst laut ausgesprochen zu verzeihen, wenn es etwas zu verzeihen gibt. Oder zu sagen, was zu jetzt zu sagen ist. (Oder ggf. andere um Verzeihung zu bitten, sollte es nötig sein.)
Das ist dann aber nur das i-Tüpfelchen auf die vorhergehende inhaltliche Arbeit und nicht die Hauptsache der Arbeit.
Es ist das Ende von Selbsthass und Selbst-Beschuldigungen, die weit reichende Konsequenzen in allen Lebensbereichen haben können: Beziehungen, Misserfolgsprogrammierungen, Selbstsabotagen, ein generelles Schuldgefühl, körperliche Scmptome, das Gefühl, nie genug zu sein etc. etc.
Ein sehr berührender Moment ist der, als Larissa dem Glühwürmchen in der Gegenüberstellung sagt: “Ich glaube Dir! Ich weiß, was Du gesehen hast. Es ist alles wahr.” Jetzt kann das Glühwürmchen gleichsam in Larissas Arme sinken. Das ist ein großer Schritt für Larissa.
Nach möglicherweise vielen Hunderten von Jahren werden seine Wahrnehmungen bestätigt, es bekommt Zuwendung und Liebe, muss sich nicht mehr einsam, ausgestoßen und anders, störend oder fremd fühlen. Wer sich immer gefragt hat “Was ist eigentlich `Integration´?” Dann ist das hier eine gute Antwort.
Man kann es auch so sehen: Das ist jetzt das Annehmen des Teils, der in Larissas Leben sehr unterrepräsentiert war – sie und ich und Du wissen nun, warum.
Sind wir Opfer oder Täter?
Gute Frage! Denn auch das Glühwürmchen hat sich durch diese Erlebnisse von sich selbst abgetrennt, weil, wie es war, scheinbar nicht tolerierbar war. Die Trennung von den anderen hat sie selbst in sich vollzogen.
Und das wiederum, weil – das ist wichtig! – sie unbedingt Teil dieser Gemeinschaft bleiben wollte. Da blieb ihm dann nur Anpassung, Verlust ihrer Eigenheit, Herunterdimmen ihrer einmaligen Energie, ihres Lichts. Verstecken in der Dunkelheit. Sie konnte das, was sie in sich trug, nicht vermitteln, es kam einfach nicht an. Schlimmer noch, es hat sie noch mehr von den anderen entfremdet.
Das ist genau das, was oft auch in der Kindheit geschieht. Der Kampf um Anerkennung, Liebe und Verbindung, das Ausrichten an denen, die diese Verbindung herstellen können (meist die Eltern) – und dann die Entfernung von sich selbst, das Verbiegen, wenn Verbindung nicht “einfach so” klappt.
Das wiederum führt dann zu Problemen, weil alles Unterdrückte, Verleugnete nicht still hält und sich meldet, allerspätestens im Erwachsenenleben, wie eben schon erwähnt: etwa in Beziehungsproblemen, Selbstsabotagen, körperlichen Problemen, das Gefühl, ein Mangelwesen zu sein, allen helfen zu müssen, Einsamkeit, Schuldgefühlen und vielem mehr.
Was dann wieder herzustellen ist, ist die Eigenliebe, die einzige Möglichkeit, sich unabhängiger zu machen von der Außenwelt. Das liebevolle EinsSein mit dem, was man ist – radikal. Und genau das findet in Rückführungen statt: Die Bestätigung der Wahrnehmungen, die eigene Liebe zu dem wiederentdecken, das sich verstellen musste, das Teile von sich verraten, versteckt, verleugnet hat: Dieser mehr oder minder unbewusste und trotzdem energieraubende Kampf hat dann endlich ein Ende. Die Eigenliebe kann wachsen. Man wird, was man ist.
(Und daher müssen wir auch mit Hilfe der Rückführungstherapie die Gründe ausräumen und annehmen, warum wir überhaupt diese unfreiwilligen Veränderungen an uns vorgenommen haben. Ohne Ursachenbearbeitung würde das Trauma im Unbewussten weiterwirken als immer noch die einzige Wahrheit und Bestätigung, dass es nötig ist, sich auf bestimmte Art Sicherheit oder Anerkennung zu erkämpfen, überhaupt Anerkennung zu brauchen etc.)
Und etwas Selbstkritik steckte in der Aussage, sie hätte weniger Selbstzweifel haben sollen. Das lässt sich später natürlich leicht sagen. Dieses Zweifeln ist genau der Prozess, sich langsam aber sicher die Perspektive der stärkeren Anderen anzueignen, deren Teil man werden oder bleiben will. Und damit sich selbst verlässt, sich von außen aus den Augen der anderen sieht, bewertet, beurteilt – und manchmal verurteilt. Diese Verurteilung der anderen zu übernehmen und sich demgemäß anzupassen, findet statt, um nicht “aus dem System zu fliegen”.
Damit straft man aber ab und versteckt die Teile, die nicht dem Dasein in der Gruppe/Familie/etc. dienlich sind und Ablehnung oder gar AusgestoßenWerden hervorrufen würden. Dieser Prozess ist, wie gesagt, ein Schutz vor dem AusgestoßenWerden, das mit AusgelöschtWerden gleichgesetzt wird – ob irrtümlich oder nicht.
Wenn es überhaupt um “OpferSein” ginge, wäre Larissa damals als Glühwürmchen Opfer ihres eigenen Bedürfnisses nach AngenommenWerden, Zugehörigkeit, Verbindung, GehörtWerden und Sicherheit geworden – all das, was sie vorher hatte, aber ihr zu langweilig wurde. Dann kam eine Spirale in Gang: Die Hilflosigkeit, die anderen zu überzeugen oder auch angenommen zu werden, wurde frustriert und führte zu einer Abtrennung von den anderen, zu Trotz, Rebellion und Arroganz als Gegenbewegung und doch auch dann zu einer teilweisen Übernahme der Meinung der anderen, Kapitulation. Auch das kann sich im heutigen Leben wiederholen, vielleicht kennst Du das auch.
Diese ganze “Gemengelage” erzeigt eine riesige Spannung, die viel Energie kostet – meist auch körperliche, die bis zu einem sogenannten BurnOut führen kann.
Wieder zurück in die Sitzung:
Das AngenommenWerden bekommt sie jetzt, in der Sitzung und Gegenwart, von sich selbst: Larissa nimmt in der Gegenüberstellung das erschöpfte Glühwürmchen gleichsam in die Arme. Es kann sich jetzt ausruhen, Kraft schöpfen, Vertrauen gewinnen (das ist ein wichtiger Prozess, der meist nicht mit der Sitzung abgeschlossen ist), sich angenommen und verbunden fühlen.
Die beiden können sich auch nach den Sitzungen immer wieder innerlich treffen, wenn sie möchten: sich fühlen, austauschen, einfach so zusammen sein, spielen, unbeschwert sein oder auch trauern, wüten…
Das Sitzungsgeschehen würde ich als einen schönen weiteren Schritt zu Heilung bezeichnen, um mal dieses große Wort zu bemühen. Weil es ein weiterer Schritt von Larissa war, hin zur bewussten Wiedergewinnung einer Ganzheit, die wir immer schon sind.
Die Gründe, in die Therapie zu kommen
Wie kamen wir überhaupt auf diese Themen und den Einstieg in die Geschichte des Glühwürmchens?
Wenn Du Dich erinnerst, stand am Anfang ein Schmerz in der linken Körperseite. Larissa kannte diesen Schmerz aus diesem Leben noch nicht und daher war er auch nicht Anlass, in die Therapie zu kommen.
Im ausführlichen Vorgespräch am ersten Therapietag und schon im Telefongespräch spricht sie über ihre Situation und ihre Anlässe, in Therapie zu kommen.
Sie ist um die 50 Jahre alt, in einer glücklichen Liebesbeziehung, fühlt sich jedoch beruflich orientierungslos und hat in dieser Hinsicht noch nicht ihren Platz gefunden. Sie wollte Kunst studieren, schwenkte dann aber, vor allem aus Vernunftgründen, der Sicherheit wegen, auf Grafikdesign um. Sie ist etwas enttäuscht über sich selbst. Sie vermisst Spaß und Freude und hat viel in ihrem Leben gekämpft. Auch gekämpft um ein Erbe ihres Vaters, was viel Zeit und Nerven gekostet und nicht zur beruflichen Orientierung beigetragen hat. Ein nicht unwesentliches Motiv war dabei sicher anfänglich, endlich etwas von ihren Eltern zu bekommen, auch wenn sie schon länger tot sind.
Sie kommt auch, um “das fehlende Puzzleteil” zu finden, das sie schon immer sucht. Etwas, was sie nicht sehen kann. (Das Sehen spielt ja auch in den Sitzungen mehrmals eine Rolle: Sie möchte etwas genauer sehen, dann hat sie etwas gesehen, was gefährlich war und vor allem Folgen hatte: die anderen sehen weder das, was sie gesehen hat, noch sie als Seele; sie sieht die anderen auch nicht wirklich und will sie verändern…)
Von ihren Eltern fühlte sie sich nicht geliebt: Ihre Mutter schützte sie nicht vor den cholerischen Ausbrüchen des Vaters, die nur sie und keines ihrer Geschwister ertragen musste. Sie fühlte sich nicht willkommen, ja, eher benutzt, um die Ehe zu retten, so schätzt sie es heute ein. Lieblosigkeit. Einsamkeit. Bedrohung. Die eigene zu verschenkende Liebe geht völlig ins Leere.
Sie fragt sich sogar, warum sie eigentlich überhaupt in dieses Leben gekommen ist.
Sie zweifelt oft an sich, dann auch an ihrer Intuition und ihren inneren Eindrücken, wie denen in solchen Sitzungen mit innerer Arbeit. Das ist häufig so, wenn man durch frühere Ereignisse Bindung über die eigenen Interessen, das eigene Wesen stellt und dann oft die Sichtweise der anderen übernimmt. Die Stärke von Autoritäten, damit auch von Gruppen, beeindruckt und lässt nach und nach an den eigenen Wahrnehmungen zweifeln.
Genau das ist ja auch dem Glühwürmchen passiert. Es ist nach und nach eingeknickt, gebrochen, hat an sich gezweifelt und sein eigenes Licht und Funkeln hergegeben für das Überleben in der Gruppe. Und damit sich selbst verraten, an Lebendigkeit total eingebüßt – aber überlebt! Das kann man im Nachhinein zwar anders bewerten, aber es war die Wahl zu der Zeit. Hätte es eine mögliche bessere Wahl gegeben, hätte es diese gewählt. So einfach ist es.
Du siehst vielleicht selbst die Parallelen, die das Geschehen in der Vergangenheit mit Larissas Gegenwart hat:
Das Interesse an Ausdruck, an Schönem, Ästhetik in der Ausbildungswahl, die Studienwahl in Richtung Sicherheit, der Kampf ums Erbe, was ja auch für das Bedürfnis nach später Anerkennung und nach Sicherheit stehen könnte. Und das “eigentliche”, “inhaltliche” innere Bedürfnis nach Sinn, Orientierung, EinfachSoSeinWieManIst und Freude nach hinten zu stellen – das kennen wir auch aus der Rückführung: Sicherheit und Verbindung ging auch hier über das Verfolgen der anderen Ziele, die danach unwichtiger erschienen, jetzt heute aber, genau in dieser Lebensphase, stärker nach vorne kommen wollen. Mehr Leichtigkeit, Freude, sich authentisch ausleben, nicht mehr verzweifelt um etwas kämpfen müssen, Freiheit, der Intuition folgen ohne zu große Kompromisse an Anerkennung und Sicherheit – das alles soll im Leben Larissas jetzt stärker werden.
Eben: Sein, wie sie ist.
Dafür ist sie hier in der Praxis, auch wenn wir das als Thema nicht bewusst angepeilt haben, es uns aber von ihrer Seele von selbst präsentiert wurde, wie das so oft der Fall ist. (Wie wir darauf kamen, erkläre ich gleich.)
Sie hat schon viel dafür gearbeitet, Erfolge erzielt, eine liebevolle Beziehung, in Teilen den Kampf aufgegeben. Hier möchte sie weiter gehen.
So sehen wir gerade, wie und dass so “abgefahrene”, frühe Erlebnisse einen so großen Einfluss auf unser Leben noch haben können, möglicherweise Jahrhunderte später. Wichtig ist, dass wir durch das Bewusstwerden und Annehmen von solchen Erlebnissen und Bedürfnissen heute andere Prioritäten setzen und uns von Beschränkungen befreien können. Dass die Abhängigkeit von anderen abnehmen kann, mehr Freiheit in die Entscheidungen kommen kann, wieder mehr Leichtigkeit und Freude, Neugier und Abenteuer ins Leben kommen können.
Besseren Kontakt mit unserem inneren Kern bekommen.
Nach allem, was ich in Sitzungen in meiner Arbeit erlebt und sich immer wieder bestätigt, ist, dass die Seele an sich weit, hell, beweglich, lebendig, frei ist.
Und es über eine solch große Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit verfügt, dass so Begriffe wie “in der Fülle” oder “gut genug sein”, “verbunden”, sogar “Liebe” nach meiner Erfahrung und dem Miterleben sich in den Sitzungen völlig fehl am Platz anhören: Es ist einfach: Sein. Entspannt, ruhig, hell, friedlich, weit. ……. jedenfalls bis man sich ins Abenteuer stürzt und im schlimmsten Falle in Traumata diese Qualitäten teils oder fast ganz verlustig gehen, so dass man denkt, es gab sie gar nicht (und wir ihnen dann in Rückführungstherapien wieder zu ihrem Recht verhelfen müssen… 😉 )
Zeit spielt dabei keine Rolle, eine traumatische Erfahrung “sitzt”, tief in der Seele, unbewusst, aber doch wirksam. Traumata in früheren Leben wirken genauso wie Traumata im heutigen Leben (was auch eines der vielen Argumente sein könnte, die man für die Echtheit der Erinnerungen an frühere Leben anführen könnte, sicher aber nicht das stärkste (zu Wahrheit & Phantasie in Rückführungserinnerungen siehe meinen Artikel “Cleopatra…” ).
Wir stellen jedenfalls in Rückführungen den Kontakt – energetisch, körperlich, emotional, mental – wieder zu dem Zustand vor dem Trauma wieder her. Dadurch, dass es dann am Ende (hoffentlich) aufgearbeitet ist, verschwinden auch die Widerstände gegen die “schönen” Zustände (oder Potentiale, Fähigkeiten, Freiheiten etc.). Zum Beispiel Konditionierungen, wie hier “Wenn ich meinem Wesen bzw. meiner Abenteuerlust und Neugier gefolgt bin, wurde ich verletzt und dann noch ausgestoßen und ende erbärmlich und verzweifelt und einsam” werden dann aufgehoben.
(Wobei ich glaube, die Verletzung (die elliptische Scheibe) war nur noch so “aktiv” und spürbar, weil sie aufgeladen war von eben diesem Widerstand gegen das, was danach passiert ist. Die Verletzung alleine wäre eher eine Wunde, die mit Stolz getragen worden wäre (wie die Narbe eines Kriegers) und ohne traumatisches Nachspiel nicht erinnerungswürdig. So aber war sie ein Zeichen ihres Aufgebens und Vergessens ihres eigentlichen Wesens: Aufgeladen mit Trauer, seelischem Schmerz, Verzweiflung, Resignation, Widerstand.)
Freiheit vs. Sicherheit
oder auch:
Individualität vs. Verbindung/AngenommenWerden
Ich stoße in den Rückführungssitzungen mit den Klientinnen immer wieder auf gegensätzliche Zustände. Und hier wiederum oft vor allem auf den Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit. Durch traumatische Ereignisse scheinen sie sich auszuschließen, bis wir diese Spannung befrieden und sie keine Gegensätze mehr sind. Sie sind dann quasi versöhnt und keine Gegensätze mehr. Hier in diesem Fall: In Verbindung sein, gleichzeitig frei und sicher und als Individuum mit dem eigenen SoSein angenommen. Das muss man erst mal in sich selbst herstellen, dann kann es auch gespiegelt werden.
Bis dahin liegt nach solch beschriebenen traumatischen Erlebnissen auf beiden Zuständen großer Widerstand: Sowohl auf Freiheit (“dann ging es übel aus, bin ich total einsam, verlassen, ausgestoßen”) als auch auf Sicherheit und Verbindung (“dann muss ich mich verstellen und ende erbärmlich”).
Und – wie deutlich wurde und damit es noch komplexer wird 😉 : es liegt auch Anziehung auf beiden Polen: Freiheit ist toll, bedeutet Abenteuer, Neugier und Lebendigkeit, doch Sicherheit und Verbindung sind u.a. ganz gut zum Überleben (übrigens nicht nur in einem menschlichen Körper).
Diese Kräfte führen dazu, beides nicht wirklich zu haben. Es gibt effektive, kleine Übungen zu den Polaritäten, die wir zum weiteren Annehmen beider Pole in der Sitzung auch machen (s.a. der Polaritätsartikel mit einer praktischen Übung zu solchen Konflikten.) Diese Polaritäten-Übung machen wir auch jetzt in der Sitzung sehr ausgedehnt. Das führt zu echter Entspannung und Erleichterung durch weiteres Annehmen genau dieses zentralen Konfliktes. Ich empfehle diese Art Emotionsübungen zur weiteren Anwendung zu Hause immer wärmstens, um die Erfolge der Therapie weiter zu vertiefen.
Solche Ereignisse wie die, die Larissa beschreibt, wiederholen sich im heutigen Leben, werden zu Beziehungsmustern: in der Beziehung zu sich selbst (Zweifel, Abwertung, Distanz, Ablehnung, Unterdrückung) und das dann natürlich gespiegelt durch andere (nicht willkommen fühlen, abgelehnt, verlassen, abgewertet, bedroht). Larissas Elternbeziehung zeigt das deutlich.
Wahrscheinlich kennst Du das Resonanzgesetz: Es führt dazu, mit solch einem Rucksack an Erfahrungen in früheren Leben im heutigen Leben genau die wichtigen Bezugspersonen anzuziehen, die die Haltung, die man sich selbst gegenüber hat, repräsentieren.
Die alten Themen und inneren Konflikte werden damit neu “aufgebrüht”.
Man kommt schon mit der Einstellung in dieses Leben, nicht willkommen zu sein – denn das ist ja die Erfahrung vorher: die Welt freut sich nicht, liebt einen nicht so, wie man ist, Sicherheit und Geborgenheit müssen erkauft werden. Und man selber steht ja auch auf der Bremse, die Vorfreude ist auch nicht gerade ungetrübt.
(Daher ist es auch nach meiner Erfahrung in den Therapien so, dass wir im heutigen Leben meist retraumatisiert werden. Die Traumata im heutigen Leben sind entweder keine Traumata, wie ich sie definieren würde (die Popularität und das Ignorieren der Möglichkeit von Ursachen in früheren Leben führte zu einer unseligen Ausweitung des Begriffs “Trauma”) oder es sind Retraumatisierungen. Was das Leiden unter schrecklichen Beziehungen und Erlebnissen überhaupt nicht schmälern soll.)
Das Clearing und wie wir in die früheren Erfahrungen kamen
Nach dem Vorgespräch am ersten Sitzungstag, in dem Larissa ausführlich von ihren aktuellen Themen und ihrer Situation erzählen konnte, gingen wir über in das Clearing, das ich standardmäßig den Klient*innen vorschlage. Es dient dazu, fremde Einflüsse, die sich auf das Problem verstärkend wirken können, aufzufinden (mehr ist dazu an anderer Stelle erklärt: Clearing und Fremdenergien, und es gibt auch hierfür ein ausführliches Sitzungsbeispiel).
Larissa liegt auf der Therapiecouch, die Augen geschlossen, und ich leite eine Lichtübung an, in der sie sich vorstellt, sie würde sich mit Licht auffüllen – ihren Körper und ihre Ausstrahlung. Sie scannt sich bzw. ihr Energiesystem selbst, könnte man sagen (ich arbeite nicht medial, das ist auch gar nicht notwendig). Dabei tauchen auffällige Stellen in ihrem Energiesystem auf, wie Schatten in einem Röntgenbild – entweder wirklich als Schatten oder als Körperreaktionen. Ich führe dann einen Dialog mit der Energie und Larissa gibt ihr ihre Stimme, durch ihre spontanen Antworten auf meine Fragen.
Wir finden wirklich eine Fremdenergie. Sehr verkürzt dargestellt:
Es ist die Seele eines Kindes, das auf der verzweifelten Suche nach seiner Mutter gestorben ist. Vor dem Tod hatte es schon eine fragile Beziehung zur Mutter, fühlte sich lästig und “zuviel”. Nach dem Tod des Kindes ging seine Seele zu Larissa und blieb in ihrem Energiesystem. Und zwar als schwarzes Feld außerhab ihres Körpers, über ihren Augen. (Das Sehen oder NichtSehen spielte ja schon öfter als Thema eine Rolle.)
Das sind schon am ersten Tag wichtige Hinweise auf die Themen, die auch Larissa bewegen.
Am zweiten Sitzungstag knüpfen wir an das Gespräch mit dem Kind bzw. der gefundenen Seele, an und sind mit seiner großen Angst konfrontiert, von uns weggeschickt zu werden, dann niemanden zu haben (das Kind (bzw. Larissa “für das Kind”) weint sehr dabei. Es will nicht egal sein, es will dazugehören. Obwohl es weiß, dass Larissa es ohne es leichter hätte.
Und weiter sagt es uns in dem Dialog mit mir: wenn es nicht mehr da wäre, dann könne “die Wunde” (?) von Larissa verheilen, “verkrusten und dann wegrieseln”.
Es ginge um die Wunde durch ein gewalttätiges VerstoßenWerden (!?) Was bedeutet das alles? Larissa und ich wissen es zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht. Wir befinden uns ja noch vor der Rückführung.
Am Ende des Clearing geht die Seele, verabschiedet sich, nachdem wir empathisch und liebevoll die Seele dieses Kindes überzeugt haben, dass dies für alle besser ist.
Larissa hat in und durch die Clearing-Sitzung eine Energie entdeckt und dann verabschieden können, die Abhängigkeit, Unsicherheit, Verlust und Verbindungslosigkeit empfand. Wie es bei Fremdenergien öfter der Fall ist, sind sie anfänglich hilfreich, verstärken aber auch diese Zustände und Emotionen durch ihr DaSein.
Das Weggehen der Fremdenergie erleichtert das Thema in Larissa sehr. Bindung/Sicherheit und Trennung/Einsamkeit/VerlassenWerden. “Unverbundenheit” nennen wir es mal verkürzt. Jetzt kann die Wunde, die irgendwie mit AusgestoßenWerden zu tun hat, leichter “verkrusten und wegrieseln”, wie es die Energie ausgedrückt hat.
Die Energie zeigte uns also die tieferen Themen, um die es im Leben von Larissa ging, auf Grund der Resonanz, der Ähnlichkeit der beiden.
Hier wies es uns sogar direkt in die Rückführung, und zwar über die von ihr erwähnte “Wunde”.
Diese Ähnlichkeit besteht, weil immer Resonanz am Werk ist – ob in feinstofflichen oder in “sichtbaren” Beziehungen zu anderen Menschen: Wir ziehen das an, was wir in uns tragen – das ist ja mittlerweile eine Binsenweisheit und trotzdem wahr. Clearings machen das in einer Tiefe fühl- und sichtbar, die über eine reine Interpretation, Deutung und Spekulation hinausgeht.
Larissa war ebenso wie das verstorbene Kind nicht mehr so alleine wie vorher, auch wenn sie das nicht bewusst mitbekommen hat und vor der Sitzung nicht ahnte. Energetisch war es jedoch so. Da sind zwei Wesen mit gleichem Thema zusammengekommen in einer einsamen Welt.
Dann gehen wir naheliegenderweise über die “Wunde des gewalttätigen AusgestoßenWerdens” in die Rückführung. …Und diese Wunde ist eine elliptische Scheibe, wir wissen es jetzt schon und kennen deren Geschichte…
Die Wunde hat sich in dem Dialog mit der Energie geradezu aufgedrängt. Also immer dem folgen, was auftaucht – das ist meine Devise. Nicht versuchen, den Fortgang der Sitzung oder deren Inhalte zu kontrollieren.
Vorläufiges Resümee
Du siehst, in dieser Therapie war am zweiten Tag noch etwas Clearing-Arbeit nötig. Wir hatten aber auch ein sehr ausführliches Vorgespräch und den Clearing-Anfang am ersten Tag, dann am zweiten Tag den Abschluss des Clearings und die Rückführung.
Man kann nie voraussehen, wie Sitzungen verlaufen: Das obligatorische Vorgespräch ist so lang, wie wir es brauchen. Danach startet man in das Clearing. Manchmal, wenn sich im Clearing keine Energie meldet oder einfach keine da ist, kann man beide Tage in der Rückführung arbeiten. Manchmal rutscht man im Clearing aber auch gleich in die Rückführung, weil sich Altes und nicht Fremdes meldet…
Du siehst, das ist alles sehr individuell und am Prozess orientiert, nicht an Vorgaben, Erwartungen und Wünschen – weder meinen, noch denen des Klienten. Wir folgen nur der Seele des Klienten, damit sind wir 100%ig auf der richtigen Spur in die Tiefe.
Das setzt eine gewisse Offenheit auf beiden Seiten voraus.
Das alles auch deswegen bemerkt, weil gar nicht mehr so viel Zeit für die Rückführung, wie ich sie ja oben beschrieben habe, übrig blieb und daher noch ein paar Fragen offen waren, nicht alles Aufgetauchte klar und durchgearbeitet war. Aber es war, was wir alles in der gegebenen Zeit schaffen konnten – und der Anspruch ist auch nicht, dass alles in zwei Tagen komplett abgeschlossen ist (die Marketing-Abteilung schreit jetzt natürlich auf… 😉 ). Aber das, was war, war reichhaltig genug, das hast Du sicher schon selbst beim Lesen gemerkt.
Unsere Arbeit war sehr intensiv und körperlich und emotional. Die Klientin hat sich trotz der Zweifel, die sie den Eindrücken gegenüber in solchen Sitzung hat (und überhaupt an sich, wie erwähnt) sehr gut eingelassen. Dem Vertrauen und sicher auch dem längeren Vorgespräch geschuldet, das Vertrauen vertiefen soll und das dadurch im besten Falle die Kontrolle der Emotionen etwas lockert.)
Ohne Techniken wie Hypnose, Atemtechniken o.ä., sondern dem Weg der Seele in den Sitzungen folgend, dadurch schonend und nicht überfordernd und doch intensiv, haben wir einen – wahrscheinlich den – grundlegenden Konflikt aufgedeckt, der Larissa schon “seit Ewigkeiten” beschäftigt. Wir brauchen auch keine Interpretationen des Geschehens, müssen keine Symbole darin sehen o. ä. Es ist was es ist.
Genau das war es ja durch die Verdrängung nie, das war ja gerade das Problem. Nie angenommen.
Wir haben also in der Sitzung begonnen, diesen Konflikt und die darunter liegende Angst, ausgestoßen zu werden, zu neutralisieren. Das gelingt uns durch Bewusstwerdung und Bearbeitung der verursachenden Erlebnisse und Emotionen. Und nicht zuletzt auch mit dem Loslassen einer Fremdenergie, die die Problematik sonst weiter unterstützt hätte.
Sicher war das nicht alles. Es sind noch Fragen offen, Manches ist emotional und körperlich noch nicht völlig durchgearbeitet, vielleicht gibt es noch Erlebnisse, die zu den Themen beigetragen haben (z.B.: Gibt es ein Erlebnis, warum sie so unbedingt zu dieser Gemeinschaft gehören wollte, nicht andere aufgesucht hat? Warum wollte sie dann nicht gehen? Was könnte hinter dem Schmerz im Solarplexus stecken? Was hat dieses Wesen da eigentlich gemacht?).
Aber wir haben das als Thema aufgenommen, was anstand und haben es so weit durchgearbeitet, wie wir konnten.
Inklusive Vorgespräch und Clearing (siehe unten) waren es zwei Mal vier Stunden konzentrierte, emotional und körperlich intensive Arbeit. Und lässt sich natürlich irgendwann fortsetzen.
Rückführungstherapie kann – wie jede gute Therapie – immer den nächsten Schritt erleichtern. Das Besondere dieser Methode ist das Annehmen der tiefen seelischen Ursachen auf allen Ebenen und über alle Zeiten und Seinsformen hinweg.
Das ist auch anstrengend, wie die Klient*innen meist bestätigen. (Aber sie bestätigen auch, dass es sich gelohnt hat… 🙂 )
Möglicherweise gibt es da noch Arbeit (ich habe Möglichkeiten angedeutet). Das muss natürlich Larissa entscheiden. Manche Klienten kommen nach Wochen, Monaten oder gar Jahren wieder. Larissa kann bis dahin, wenn sie möchte, mit den Übungen arbeiten, die sie in der Sitzung kennengelernt hat und die ich ihr mitgeben werde. Die Gegenüberstellung mit der Person, die sie war, hat weitere Heilung und ihre Eigenliebe gestärkt.
Der nächst mögliche, aus meiner Sicht große, Schritt ist getan.
Du siehst, wir können vielleicht nicht alles in einer (Doppel-)Sitzung “reißen”, aber tieferes und tiefgreifender Arbeiten als in einer Rückführungstherapie ist schwer zu finden. (Der Yager Code macht eine kleine Ausnahme, sonst würde ich ihn nicht anbieten… 😉 )
Wenn Du nachlesen möchtest, wie Larissa die Arbeit empfand: ihr vorläufiges Feedback hat sie mir hier gegeben: Klientenstimmen.
Und herzlichen Dank nochmal an sie. Auch für ihr großes Vertrauen in den Sitzungen und ihren Mut, sich sich selbst zu stellen.
Und danke, dass ich das hier mit Dir teilen darf. (…und dabei nicht das Schicksal des Glühwürmchens teilen muss: etwas Abgefahrenes berichten und dann abgelehnt zu werden… 😉 )
Und ich möchte noch etwas Persönliches loswerden:
Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich dankbar bin, diese beglückende und spannende Arbeit machen zu dürfen, Menschen bei ihrer Selbst-Entdeckung und “-Wiedergewinnung” zu begleiten.
Ich hoffe, ich konnte Dir die Rückführungstherapie wieder etwas näher bringen und freue mich natürlich, wenn auch Du diesen Weg mit mir gehen möchtest.
Herzlichst, wie immer,
Ulf
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Clearing
ausführliches Sitzungsbeispiel für ein Clearing
Klientenstimmen
Yager Code









