"Erinnere Dich" 2 - Weitere Gedichte einer Klientin

Verfasst von Dipl.-Psych. Ulf Parczyk - Zuerst veröffentlicht: 3. September 2021
Letzte Änderung: 13. September 2021
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"Erinnere Dich" 2 - Weitere Gedichte einer Klientin

Hier noch mehr wundervolle Juwelen von Elisabeth für uns - zum Nachfühlen und -sinnieren.

Die ersten beiden Gedichte von ihr findest Du HIER. im Blog oder in meinem Youtube Kanal

(In ihren Texten drückt Elisabeth ihre persönlichen Gefühle und Haltungen aus,

die nicht immer mit den meinen übereinstimmen müssen.)

 

Teppich der Schöpfung

WEIßT DU?

Und wann immer du meinst,

du weißt es nicht –

dann glaube getrost:

du weißt sehr wohl!

Du weißt

was wirklich wichtig für dich ist.

Magst du auch zögern –

oder zweifeln –

oder dich klein- und kleinerdenken.

Dann verlasse diese Täuschung-Tiefe;

erinnere dich

an die vielen Momente der Wertschätzung

deiner selbst!

Das bist du dir

wahrhaftig „schuldig“.

Erlaube dir –

immer öfter –

dich niederzulassen

auf den „Teppich der Schöpfung“

der dich stetig trägt und hält –

und dir Gelassenheit erlaubt

wo immer du bist!

Atme es ein

atme ruhig und tief.

Zuversicht und Vertrauen

sind in Fülle bei dir.

 

von: Elisabeth, 2021

 

 

Ungewiss und frei

UNGEWISSHEIT

 

Was ist gewiss?

Wir glauben

 recht Vieles.

Bis wir merken,

dass nicht einmal

die Ungewissheit

gewiss ist.

Ein Überfluss

an Gedanken -

Ein gerüttelt‘ Maß

an was wir glauben -

Unbegrenzte Mengen

von Wünschen -

Und niemand der uns dafür

Versicherung anbietet!

Damit leben wir?

Es scheint so -

 ist aber nicht gewiss.

Da bleibt nur noch Eines:

 Freiheit!

Als Offenheit

für all das,

was wir Leben nennen.

Und siehe da:

Es kommen Gewissheiten auf uns zu,

 die wir uns nie erträumt hätten.

Wir hatten sie zugestellt

mit unseren Vor-Stellungen;

blockiert

mit scheinbar wichtigen Wünschen;

und den Blick verengt

 auf „Machbares“.

Wie wunderbar groß

sind dagegen

die realisierbaren Unmöglichkeiten.

Gott sei Dank

dass es sie gibt!

 

von: Elisabeth, 2021

 

 

Träume

WUNSCH -TRÄUME

 

Sind wundersame Räume

in denen Wunsch und Wirklichkeit

Traum und Realität

zur Wahrheit werden.

Nirgendwo sonst

ist Erfüllung so möglich.

Sie erwärmen das Herz;

lehren den Kopf,

still zu sein

und den Atem fließen zu lassen.

Doch wehe

du verlässt

diese Räumlichkeiten.

Du wirst ausgegossen

in eine Realität,

die dir noch nie

so hart erschien.

Bis zum nächst-geträumten Wunsch.

Und dann?

Schlage sie nicht

deine verwunschenen Träume!

Tragen sie doch

die Wahrheit in sich,

die dir sonst niemand

zu sagen wagt-

schon gar nicht

auf so sanfte Weise.

Und nimm daraus die Lehre,

die sie dir schenken,

 geduldig an.

Auf behutsame Art

geben sie dir die Chance,

die Realität deines Lebens

zu überschauen -

vielleicht auch zu durchschauen.

Und als zeitweise Ausflüge

in das „Land ohne Sorgen“

können sie Wegweiser sein

ganz wahr und real.

Die Kraft zur Unterscheidung

liegt bei dir.

 

von: Elisabeth, 2021

 

 

Sommerwolken

Leben 1

Tage gibt es

 leicht wie Sommerwolken

und wir segeln ungehindert hindurch

Jeder Atemzug

versorgt uns mit:

„Das Leben ist schön“

So dass wir fast vergessen

dass da auch andere sind

Doch die holen uns ein

stellen das Gleichgewicht wieder her

und bieten Raum für

die Freude davor:

vor Sommerwolken

genüsslichem Atem

gleiten und schweben

durch den Tag

Mögen die „Schwebetage“

dir des Öfteren gewogen sein

 

Schnee

Leben 2

Tage gibt es

dunkel und lang

schwer wie nasser Schnee

der nicht schmelzen will

Und wir

-mitten drin-

ziehen uns’re

 verpflichtenden Bahnen

Atmen grad‘ genug

zum Überleben

Oh Ja

sie haben uns eingeholt

diese „anderen Tage“

Aber es gab  doch auch Tage

wie leichte Sommerwolken

Doch genau wie diese

zogen sie vorbei

Mögen solche „anderen“ Tage

dich in Frieden entlassen

 

von: Elisabeth, 2021

 

 

Krise Tumult

Krisen - Management

Was immer wir uns wünschen:

Krisen sind es wohl nicht!

Wer hat sie schon gerne –

die Unruhestifter

und Missgünstigen ;

Erfolgs -Vertilger –

und Mangel-Anzeiger.

Lang wäre die Liste

die alles benennt

was sie anrichten können-

die Krisen.

Und doch vergessen wir leicht

ihre andere Seite.

Sie sind Türöffner

für Verschlossenes;

Neugestalter

beim Einrosten;

Verwandlungskünstler

zum Neu-Anfang.

 Das sind doch Aussichten!

Man könnte sie glatt

willkommen heißen –

die Krisen.

Doch:

 bleiben wir in der Mitte.

Belastung im Durchgang

Befreiung danach.

Wie anders

schaut das Auge

beim Blick zurück.


von: Elisabeth, 2021

 

 

Schach matt

GUTES  TUN

Wer möcht‘ das nicht?

Hat es doch so viel Gewicht!

Und das Schönste an der Sache:

seht mir nach, wenn ich jetzt lache-

Es gibt nur Gewinner hier!

Keine Angst, dass ich verlier‘!

Und da stellt sich nun die  Frage

- bei solch schöner Ausgangslage –

Warum gar so wenig Leute

Gutes tun – zumindest heute?

Wie kann das sein? Wo kommt das her?

Gibt es denn nichts Gutes mehr?

Oder will – das könnte sein –

jeder  Gut‘s für sich allein?

Wie auch immer – es besteht

noch die Hoffnung, dass es geht,

wenn wir uns zusammentun.

Denn „Gutes tun lässt uns nicht ruh’n.“

Doch ganz so einfach ist das nicht,

zu wissen, was Erfolg verspricht.

Was ist denn „gut“? Wo fängt man an -

womit man Freude machen kann?

Das sei nun reiflich, gut durchdacht ;

was schon ein wenig Mühe macht.

Und auch das Werk im Arbeitskreis

ist mühevoll, weil keiner weiß

wer hier denn nun das Sagen hat.

So sieht die Lage aus:  Schach-matt.

Zumindest hat sich jetzt geklärt,

dass „Gutes tun“ oft lange währt.

Volksweisheit weiß, wie gut das tut :

„Was lange währt wird endlich gut“ !

 

von: Elisabeth, 2021

 

 

Angst Klippe

Angst deckt Freude zu;

wickelt sie ein

als wäre sie nie dagewesen;

gibt vor,

das einzig Gültige zu sein!

Und macht sich breit

auf allen Kanälen.

Das Verführerische daran:

Sie wird dir immer vertrauter

als ob sie -gewisslich – zu dir gehöre.

Was hat

-bei so einer Praesenz-

überhaupt noch die Chance

lebendig zu werden?

Eine Antwort

-deine Antwort-

wirst du nicht finden

in den Gründen der Angst.

Bewege dich hinaus-

besser noch hinein

-tief hinein-

in deine innersten Gefilde.

Dorthin,

 wohin nichts Verderbliches gelangen kann.

Denn dort ist Leben

in seinem ursprünglichen Sein.

Den Weg wirst du finden.

Traue dich!

Es ist nur der Weg nach Hause.

Und lass dich dort durchströmen

vom tief-vertrauten Duft:

Alles   ist   gut

Das wird deinen Blick klären-

Dein Herz beruhigen-

Deine Urteile revidieren-

Und deine Pläne

unnötig machen.

Es wird dich wieder anschließen

an den Fluss des Lebens,

der auch  dich durchströmt

und dich dorthin trägt,

wo es am Besten ist für dich.

Traue dich!

Traue dir!

 

von: Elisabeth, 2021

_______________

 

Hier geht es zu den ersten beiden Gedichten von Elisabeth

 


Du findest hier weitere Erfahrungen von Klient*innen und hier Feedbacks von Klient*innen nach der Therapie.
Wenn Du Dich selbst erinnern möchtest, nimm einfach Kontakt mit mir auf, ich freue mich!


Herzlichst wieder,
und alles Liebe!

Dein Ulf Parczyk

 

 


Photos: Beitragsphoto Blatt: Jakob Owens on Unsplash; Weißt Du: Photo by Ricardo Gomez Angel on Unsplash;Ungesissheit: Photo by Jeremy Bishop on Unsplash;Wunsch-Träume: Photo by Javardh on Unsplash; Leben1: Photo by Scott Webb on Unsplash; Leben2: Photo by Ant Rozetsky on Unsplash ; Krisenmanagement: Photo by USGS on Unsplash;
Gutes Tun: Photo by GR Stocks on Unsplash; Angst deckt Fru: Photo by Leio McLaren on Unsplash

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