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Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. TEIL 2

Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. TEIL 2
Jagd nach Liebe

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(ca. 20 Min.)

Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. Teil 2

von Ulf Parczyk

Bitte unbedingt vorher Teil 1 lesen/hören!

Die Liebesbeziehung

Wir verlieben uns: Herrliches Gefühl, ein Schweben, die Welt erstrahlt in hellerem, größeren Glanz als vorher, alles – und vor allem wir mittendrin – ist leichter, beschwingter, fröhlicher, glücklicher. Alles ist wie verwandelt. Oft fühlt sich der Andere [„der Andere“ steht hier im Folgenden für beide Geschlechter] merkwürdig vertraut an, wie alte geliebte und wiedergefundene Turnschuhe. Das Leben ist gut. Wir hätten es fast vergessen… Wunderbar.

Herzen Liebe

Von da aus kannst Du zusammen mit dem Leben unzählig viele verschiedene Geschichten schreiben, Du kennst wahrscheinlich mehrere davon.
Diese Geschichten könnte man sehr grob in diese drei Versionen einteilen:

Version 1 (the happy one):
Das Verliebtsein geht über in eine glückliche Beziehung, die Liebe vertieft sich, die Bande und das Vertrauen werden stärker, wir sind gegenseitiger Halt, Freund, Partner in Leichtigkeit und Schwere, teilen unsere innersten Gefühle und Gedanken und lassen die Zeit stillstehen beim Liebemachen, verschmelzen dabei für einen wundervollen Moment des EinsSeins mit dem Anderen, mit Allem.

Oder Version 2 (the – more or less – short one):
Das Verliebtsein geht irgendwann über in Ernüchterung, wenn wir den oder die andere besser kennen lernen. Wir haben uns scheinbar vertan.
Aus.
Traurig, aber der Richtige wird schon noch kommen. Bald haben wir das Ganze fast vergessen. Ein ganz kurzes Kapitel – oder auch nur ein Absatz – in unserer späteren Autobiographie.

Oder diese, auch sehr beliebte, Version 3 (the complicated one),
die uns hier weiter beschäftigen wird (in einem Therapeutenblog muss es ja immer um die problematischen Varianten gehen [ja, warum eigentlich? Das überdenke ich nochmal…. 😉 ]:
Also: Du verliebst Dich in jemanden. Und anfänglich ist alles dufte, phantastisch, überirdisch.
Irgendwann merkst Du jedoch, Deine Liebesgefühle werden gar nicht so erwidert, es ist manches doch gar nicht so schön, wie Du es Dir wünschst.

Die Skala kann hierbei sehr weit sein: Der andere sieht Dich und Deine Bedürfnisse gar nicht richtig. Oder zieht sich öfter von Dir zurück. Oder läßt liebevolle Gesten vermissen. Oder drückt seine Gefühle Dir gegenüber nicht so aus, wie Du es Dir vorstellst. Oder ist manchmal (wahrscheinlich eher in einer späteren Phase) ignorierend, emotional völlig verschlossen, bis hin zu offen lieblos oder gar demütigend und verletzend – verbal oder vielleicht sogar handgreiflich.

Deine Wünsche und Bedürfnisse laufen ins Leere: zuwenig Liebevolles, zuwenig Zärtlichkeit, zuwenig Wärme. Du fühlst Dich verletzt. Wo Du doch scheinbar so viel Liebe geben kannst, dem anderen die Wünsche von den Lippen abliest oder gar telepathisch seine Gedanken und Gefühle wahrnimmst und versuchst zu erfüllen. Der Andere ein schwarzes Loch, der aufsaugt, aber nichts oder nur spärlich zurückgibt.
Du versuchst, noch stärker zuzugreifen, verzweifelt klammerst Du fest, hakst nach, willst Bestätigungen, Worte, Antworten, Schönes, Liebevolles, Zärtliches….

Also folgen hier in dieser Schmerz-Version:

DIE ENTTÄUSCHUNG UND DAS UNGLÜCKLICHSEIN.

Jetzt wäre eine Option, die obige zweite Version zu wählen:
Notbremse ziehen und so schnell wie möglich ‚raus aus der Beziehung.

Wenn nicht: Was hält uns dann noch auf?

DIE HOFFNUNG.

Das Leben in der Zukunft, in der Phantasie.

ES könnte sich ja noch ändern.
ER / SIE könnte sich ja noch ändern.
Du weißt, er kann anders sein. Du hast es vielleicht mit ihm erlebt (das macht die Enttäuschung ja so groß). Es gab Zeiten oder zumindest Momente der Öffnung, die Dir doch gezeigt haben: es geht doch: er liebt Dich oder mag Dich zumindest sehr.

Vielleicht gibt es diese Zeiten auch gar nicht. (Je weniger, umso weniger scheinst Du Dich selbst zu lieben. Eine harte Erkenntnis…) Dann speist sich Deine Hoffnung vielleicht aus dem Glauben an die Zukunft, dass er Dich irgendwann schon sehen wird oder dass es ihm irgendwann besser geht (z.B. wenn er aufhört, Drogen zu nehmen, aufhört zu trinken oder anders aufhört zu leiden und sich den Emotionen zu öffnen).

Diese Hoffnung (wie auch das Muster überhaupt) ist oft so gut bekannt von unseren Beziehungen zu unseren Eltern oder einem Elternteil: Irgendwann MÜSSEN sie doch begreifen, dass ich liebenswert bin! Und wir tun immer noch alles, um das endlich zu erreichen, jetzt auch mit diesem Partner.
Um die Trauer, dass die Liebe von den Eltern vielleicht wirklich nie so kommt, wie wir uns dies wünschen (was sie durch Leistung auch nie tun wird, weil dies nur „Belohnung“ wäre und nicht Liebe) drücken wir uns lieber. Das wäre zu schlimm. Und es würde bedeuten, dass wir (vermeintlich) gar keine Liebe „verdient“ hätten, und das nie mehr!

Diese kindliche Abhängigkeit ist es auch, die wir selbst spüren, wenn wir so „hinter der Liebe herjagen“:
Wir fühlen uns klein, wie in einem Flashback. Zurückversetzt in eine Zeit, in der wir als Kind die Liebe und Geborgenheit so dringend gebraucht haben. Manchmal ist die Erwachsene in uns völlig verschwunden.
Wo ist sie hin, unsere starke, autonome Person, die vorher noch ganz gut alleine zurechtkam? Hat sich verkrümelt und den Raum dem kleinen, enttäuschten, abhängigen, verletzten Kind überlassen, das mit denselben Methoden wie damals in der Kindheit versucht, das zu erringen, was es möchte: Schutz, Geborgenheit, Liebe, Wärme….

Bis dahin stellen wir uns zurück, lassen Grenzen übertreten, liefern uns aus, geben, helfen, machen, warten… Und wenn das nicht wirkt, das Alles noch mehr, noch länger, noch stärker…..
Denn eines Tages wird er ja…

Jagd nach Liebe

JAGD IST SCHWERE ARBEIT.
(Und fühlt sich manchmal auch so schwer und düster an wie das Bild hier.)

Und vielleicht baust Du Deine Hoffnung sogar auf Deinem FürIhnDasein auf: Wenn Du ihn nur genug liebst, geduldig bist, ihm hilfst, Dich kümmerst, dann geht es ihm besser, dann kann er sich auch für Dich öffnen, Dich respektieren, dann liebt er Dich zurück…
Vielleicht kennst Du seine (oft problematische) Vergangenheit – wer hat sie nicht? – und versuchst ihn zu verstehen (zum Sinn und Unsinn des Verstehen-Wollens s. meinen Blogartikel dazu). Das macht Deine Geduld noch geduldiger, Dein Helfen-Wollen noch intensiver. Deine Hoffnung liegt in seiner Heilung, seinem Aufwachen. Der Fokus liegt ganz auf ihm.

Denn diese Hoffnungen lassen Dich Deine Bedürfnisse hinten anstellen. Dich gar ausnutzen lassen.
Sich eine Zeit lang opfern, denn IRGENDWANN kommt die Liebe zurück, so glaubst Du.
Das kann sein, muß aber nicht.
Vielleicht ist es auch für Dich ein Beziehungsmuster. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du generell glaubst, dass Du nur durch Zurückstellen der Befriedigung Deiner Bedürfnisse und durch Helfen zu Liebe kommst. Sie wird so eine Belohnung Deiner Leistung, wie früher gute Schulnoten für einen liebevollen Klaps der Eltern, der sonst ausbleibt. Ein Tauschgeschäft, ein Kauf.

Natürlich ist die zweifelnde Frage berechtigt: Wirst Du für die Selbstverleugnung, Deine Therapeutinnenrolle geliebt oder einfach so, wie Du bist?
Oft kennen wir diese Form der Beziehung auch schon aus der Kindheit: Ein Elternteil, das seine Elternrolle nicht ausgefüllt hat – wegen psychischer Krankheit, eigener Bedürftigkeit, Überforderung oder Kindlichkeit, die uns selbst (zu) früh in eine „starke“, erwachsene Helferrolle gebracht hat. Oder/und wir hatten das Gefühl, nicht willkommen zu sein und fühlen uns schlecht behandelt, überflüssig, eine Belastung, unbeschützt und ungeliebt und mußten für uns selber sorgen. „Enttäuschte Stärke“ würde ich das dann nennen.

Mangel in der Liebe

TUN UND LEISTEN FÜR „LIEBE“ HEIßT: SICH-VERÄNDERN-MÜSSEN

Das Ganze wird nun zu einem Zerrspiel. Es geht eigentlich um die Macht, Dich und/oder den Anderen so „hinzubekommen“, dass Du etwas zurückbekommst. Aus dem Gefühl der Ohnmacht in die Macht kommen.
Was für ein Spiel: Erst ziehen wir einen Menschen an, der für uns ein „LEUCHTTURM DER LIEBE“ (Bitte lest dazu meinen gleichnamigen Blogartikel) ist, der zu wenig Licht bzw. Liebe auf uns aussendet. Dann wollen wir aber Leuchtturmwärter spielen und an den Knöpfen im Inneren des Leuchtturms (in dem wir eigentlich gar nichts zu schaffen haben, weil es nicht unserer ist) herumdrehen, bis uns das Ergebnis passt, die Menge Licht ausreicht. Und vermeintlich die Menge Licht auf uns abstrahlt, die wir brauchen. Da jedoch das Licht von außen kommt, wird es nie wirklich reichen und immer von anderen abhängen.
Also viel Mühe um nichts bzw. nicht das, was wir eigentlich bräuchten.

Für Liebe kann man gar nichts tun. Etwas tun kannst Du für Wohlwollen, Aufmerksamkeit, Bewunderung, Dein Gehalt. Nicht für Liebe.
Dahinter steht die Auffassung „Wenn ich ….(xyz) bin / tue / leiste, nur dann bin ich liebenswert“
Und damit eigentlich ganz allgemein: „Ich bin, so wie ich bin, nicht liebenswert„.
Das sind die grundlegenden Glaubenssätze, die diesem Irrtum des Leistungsglaubens zugrunde liegen. Die beliebten Erklärungen „Das habe ich nicht verdient“ oder „Das habe ich mir verdient“ stehen ja in direktem Zusammenhang damit.

Der Teil in uns, der durch Leistung, Helfen, Geben oder Sich-Aufgeben geliebt wird, ist man ja eigentlich gar nicht in der Gänze. Es ist der Teil, der sich an das angepasst hat, was erforderlich ist, um unsere Situation als Kind zu sichern: Geborgenheit, Zuwendung, Aufmerksamkeit, Nahrung. Ganz Existentielles damals.
Mein Papa wollte einen Sohn, also klettere ich auf Bäume. Meine Mama will eine Prinzessin, also schminke ich mich dauernd. Mein Bruder ist behindert, also halte ich mich zurück mit meinen Wünschen…
Also sind wir im Kern sowieso gar nicht getroffen von dieser Art „Liebe“, der wir nachrennen – wenn sie denn überhaupt kommt.  
Das wissen wir, zumindest ganz tief innen. Aber wir wollen das für uns an Zuwendung retten, was wir können.

Ohne Tun oder Verändern werden wir jedenfalls nicht geliebt, das ist der Schluss, den wir ziehen. Wir empfinden uns dann als Mangelwesen: So einfach reichen wir nicht aus, müssen wohl mehr oder anders sein, scheinen falsch zu sein. Und behalten dieses Denken in den allermeisten Fällen bis ins Erwachsenenalter bei.
Trotz ist übrigens das – neben Anpassung – andere Mittel, mit dem manche von uns versuchen, sich von den Ansprüchen zu distanzieren, um damit ein wenig das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit zu erringen. Aber leider ist das Thema dadurch auch nicht gelöst, denn wir retten uns nur ins Gegenteil und bleiben dort auch hängen. Pubertät reloaded.

Ebenso versuchen wir durch Stärke und die Einstellung „Ich schaffe alles allein“ diese Unabhängigkeit zu erreichen. Das ist eine super Leistung, doch gelingt es uns später dann oft nicht sehr gut – aus Angst vor eben dieser Abhängigkeit, aus der wir kommen und die immer noch droht – uns gerade in Liebesbeziehungen auch mal „schwach“ und verletzlich zu zeigen. Hier sind wir dann an einer Polarität hängengeblieben und können uns schlecht davon lösen. Das zieht natürlich „schwache, hilflose“ Partner an, die diese andere Rolle dann für uns spielen müssen. Und denen können wir dann wieder schön helfen und uns selber (oh, Zufall!) nicht schwach zeigen…  😉

ARBEIT HEIßT KONTROLLIEREN-WOLLEN.

Umgekehrt heißt das Gesagte für Deine Beziehung zu Deinem Partner, an dem Du Dich abarbeitest:

Dein Partner ist (für Dich) auch nicht so ok, wie er jetzt ist!!

Wir möchten also – zugespitzt gesagt – Macht und Kontrolle über die vermeintliche Quelle der Liebe im Außen: den Partner – oder zumindest seinen jetzigen Zustand. Helfen, Klammern, Drohen, Weggehen, Wiederkommen, Flehen, Nörgeln – wir setzen alles ein, was wir drauf haben. Riesendruck für den anderen, egal, unsere Not diktiert unser Verhalten.

Da der Andere vielleicht leidet (manchmal nicht mal ihm bewußt  😉 ), hast Du auch gute Argumente für seine Veränderung. Es täte ihm ja überhaupt gut, wenn – ja wenn: er nicht mehr trinken, sich nicht mehr zurückziehen, verschliessen, schweigen würde…. Denn seine Probleme sind ja nicht auf Eure Beziehung beschränkt, das siehst Du. Diese Wahrnehmung unterstützt Deine Haltung: er müsse sich verändern, ja! …und nicht nur wegen Dir. Das hört sich, so formuliert, so übergriffig an, wie es tatsächlich dann auch ist: Wir wissen es für ihn oft besser als er selbst.

Dein Argument ist dann oft, Du sähest seinen Kern und der wäre ganz anders als die „Oberfläche“ jetzt. Und da er diesen Kern – wie gesagt – manchmal vielleicht sogar zeigt, wird das umso glaubhafter und nährt Dein Durchhalten.
„Er schlägt mich zwar, aber eigentlich ist er ein liebevoller Mensch, ich weiß es.“

Trotzdem: So, wie er jetzt ist, wird er jedoch auch von Dir nicht geliebt. Auch ER muss irgendetwas bringen, sich verändern, heilen, anders sein – dann erst kannst auch Du glücklich sein. Erst dann bekommst Du etwas zurück – so Deine Rechnung.  

Das glückliche Leben, Leichtigkeit und Erfüllung finden in der Zukunft statt. Vielleicht vertröstet er Dich selbst auch damit. Und das vielleicht nicht nur, um Dich nicht zu verlieren. Er glaubt und will es vielleicht auch. Das macht es Dir nicht leichter, aus der Situation auszusteigen. Er beteuert Veränderung. Therapie interessiert ihn aber vielleicht nicht oder Erfolge brauchen einfach zu lange…

UND IMMER WIEDER: DER SPIEGEL

Es ist vielleicht eine Binsenweisheit, aber dennoch wahr und unbequem:
Der Andere ist Dein Spiegel. Auch, wenn er so anders erscheint.

Oder modern ausgedrückt:

Selfie

Der Andere ist ein (oft ungeliebtes) Selfie von Dir.
(Zumindest, was die Liebe und die Themen anbelangt, vom Aussehen her hoffentlich nicht… 🙂 )

Schau ihn Dir genau an, wie er sich verhält und was Du glaubst, wie er sich fühlt. Das ist auf unbewusster Ebene, was auch in Dir schlummert und nicht da sein darf. Sein Thema ist Dein Thema. Das, was Dich so stört, was Dir im Weg ist. Gerade das. Sonst würde er Dich gar nicht anziehen. Auch wenn er am Anfang gar nicht so wirkte wie es sich später dann herausgestellt hat. Dein Unbewusstes sah da schon viel weiter.

Seine Tendenz zum Abgrenzen, die Freiheit, die Schwäche, das Chaos, der Rausch, das Kalte, Kleine, Unemotionale, Verstockte, Hilfsbedürftige, Lebensuntüchtige, Wilde, Aggressive – das sind nur wenige Beispiele, finde Deine – ist auch in Dir! Irgendwo tief drinnen. „Nein, so bin ich nicht“ sagt vielleicht der Kopf und will sich weiter abgrenzen.
Doch der Kopf ist vielleicht schlau, aber nicht weise.  😉  

DER ANDERE IST GAR KEIN ANDERER!

Hier ist, was in Teil 1 beschrieben wurde, also praktisch erlebbar: jede Ab-Trennung ist Illusion…
Diese Anteile, die er verkörpert, können gar nicht „Außen“, „Nicht-Ich“ sein! Dieses szenetypische „Das ist nicht meins“ riecht meistens stark nach einer zwar gewollten, aber nicht geschafften „Abgrenzung“, sonst wäre „nicht meins“ gar kein Gesprächsthema.

Doch Dein Fokus liegt im Außen, auf ihm, da soll die Musik lieber spielen. Das verhindert Deine Gefühle oder schwächt sie ab – sowohl das schmerzhafte Vermissen der Erfüllung der eigenen Träume und Wünsche als auch das Beschäftigen mit Deinen eigenen Anteilen, die er jetzt ausagiert.

Das Helfen-Wollen und das Verständnis und das Mitleid (ja, eher Mitleid als Mitgefühl) haben hier ihre Grundlage. Du triffst auf das unbewußt sehr wohl Bekannte, von Dir selbst Abgelehnte und möchtest, dass es nicht mehr existiert, weder in Dir noch im Außen, das Dich ja an Dein eigenes Innenleben immer wieder erinnert:
Es / er muss sich also ändern, dann würde es verschwinden, so die unbewusste Hoffnung.
Und auch, damit Du am Ende geliebt wirst, wenn Du nur alles getan, diesen Teil geheilt oder ausgeräumt hast, der ja schon in Dir selber unbewusst leidet – und dies so leider auch weiter tun wird.

NICHT-GEHEN-KÖNNEN

Das bewusst oder unbewusst so gut zu kennen, was im Anderen ist, macht dann so schwer, den Partner zu verlassen. Die Schuldgefühle wären zu groß. Eigentlich steckt darin auch, dass wir kennen, wie das ist, wenn dieser Anteil verlassen und weggeschickt wird. Unsere Eltern haben ihn schon nicht gesehen und geliebt – und wir haben ihn selbst in uns in der Folge auch schon lange verlassen und vor uns versteckt (das Lebendige, Freche, Helle, Spielerische, Wütende, Liebende, Fühlende, Abhängige, Kleine…). Dieser Teil fühlt sich einfach zu unangenehm an, schmerzt zu sehr. Die Trennung schmerzte schon und auch die Erfahrungen, die zu dieser Trennung führten. Und die Distanz zu diesem scheinbar verlorenen Teil auch.

Das macht die Anziehung des Partners aus. Sonst hätten wir genau diese Paarbeziehung jetzt gar nicht, in der der Andere nun genau diese Rolle spielt, also diesen in uns versteckten Teil verkörpert.

ANGST

ON/OFF-Beziehungen sind auf diese Abhängigkeiten gegründet. Der jeweils Andere spiegelt so gut unseren inneren unbewussten Anteil. Und die damit verbundene, energetisch sehr geladene, Mischung aus Hoffnung und Schuldgefühlen läßt uns immer wieder zurückkehren und es noch einmal versuchen. Egal, was der Kopf (und oft auch unser Umfeld, das sich irgendwann geschlossen an die Stirn tippt 😉 ) sagt.

Die starken Emotionen siegen. Wie ein Magnet zieht der Andere uns immer wieder an. Wir können nicht von ihm lassen. Und der Andere ganz oft auch nicht von uns. Das kann Jahre so gehen. Oft ein sehr zermürbendes ZweiPersonenStück.
Denn Verlustangst kriecht hoch oder springt Dich immer wieder an: Das Wenige an Gutem auch noch verlieren. Die Hoffnung auf Liebe verlieren. Die so gut (von den Themen her) passende, wenn auch sich schlecht anfühlende, Beziehung verlieren.

Es dreht sich (am besten, er dreht sich! 🙂 ) und die Liebe kommt von ihm zurück! Das muß doch gehen!
Schwere Emotionsarbeit für das ersehnte HappyEnd.

Ein passendes Paar! — Ein unglückliches Paar.
Stabil in der Instabilität.
Treu den immer gleichen Konflikten.
Mit Kämpfen um etwas, das nie zu erringen ist.   

__________________________________

….Welche weiteren Emotionen beteiligt sind, was es dabei mit besonderen Beziehungsformen wie Dreier- und Fernbeziehungen und Erfahrungen aus früheren Leben auf sich hat – und natürlich, wie Du ein wenig weiter kommen kannst, wenn Du in diesen Mustern steckst:
Der dritte und letzte TEIL der Liebesjagd-Saga
Bleiben Sie dran!  😀 

HIER ZUR FORTSETZUNG!!

Alles Liebe!
Euer Ulf Parczyk

_________________

Photos: 
1. Beitragsbild (Hand) von Alexander Lam, unsplash.com / 
2. Herzen: "heart bokeh" von Beatnik Photos, Creative Commons 2.0 
3. Jäger: von Internet Archive Book Images [No restrictions], via Wikimedia Commons /
4. Frau am Boden liegend von Oscar Keys, unsplash.com  / 
5. Selfie im Fenster von Never Edit, Flickr.com, Creative Commons 2.0

 

 

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