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Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. TEIL 1

Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. TEIL 1

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(ca. 10 Min.)

Verfolgungsjagd nach Liebe. Wenn die Liebe nicht reicht. Teil 1

von Ulf Parczyk

DIE GRUNDLAGEN

Wer kam auf die glorreiche Idee, dass sich Herz auf Schmerz reimt?

Gibt es etwas öfter Besungenes, Beschriebenes, Besprochenes als die Liebe zwischen zwei Menschen?
Sicher gleich gefolgt von der unglücklichen Liebe.
Oder sogar andersrum in der Hitliste. 
Danach gefolgt von dem Verlust der Liebsten und dem Tod überhaupt.
Dramen von Shakespeare bis zu Fassbinder, Geschichten von Goethes Werther bis zu den Groschenheften, Songs von Walther von der Vogelweyde bis Peter Maffay, Filme von „Vom Winde verweht“ bis „Titanic“:
Kultur eine Kultur der Beschreibung der Liebe – und des Schmerzes.

Gibt es etwas, das stärker die Emotionen befeuert als die Liebe? Leidenschaft, Verbundenheit, Geborgenheit, Wut, Enttäuschung, Sehnsucht, Vertrauen, Einsamkeit, Wärme, Ekstase, EinsSein, Ängste, Begierde, Haß, Zärtlichkeit.….. all das PASSIERT IN DER LIEBE zwischen zwei Menschen!

Ja, die Liebe ist eigentlich ein Hammer.
🙂  

Sicher, da gibt es einige Lieben in unserem Leben: die Liebe zur Natur. Die Liebe zu unseren Haustieren. Die Liebe zu unserer Fahrradventilsammlung und vielen anderen Hobbies, aber auch den beruflichen Aktivitäten, oder anderen Freuden wie Bügeln oder Windsurfen. Die Liebe zu unseren Freunden, unserem Papa und unserer Mama, unseren Kindern.
Herzensdinge. Liebesdinge.

Und immer ist es eine Liebe, die mehr oder weniger weit weg sein kann von der vielbeschworenen universellen Liebe, die eher ein Zustand als eine Emotion ist.

Denn sie ist immer dieselbe Kraft hinter Allem. In Allem. Bedingungslos. Ausnahmslos. Ewig.

Eben! Here she comes, the one and only and the one who was always there:
Die universelle Liebe.

unsplash_will_van_wingerden

Doch kanalisiert und personifiziert in einer Person, unserem Liebespartner, ist sie sicher die „heikelste“ Form, auf jeden Fall vielbesungener und uns als Erwachsene im Allgemeinen mehr beschäftigend als die oben genannten „Liebesobjekte“. Das daher, weil sie viele Themen noch pointierter aufwirft (krasser, würde die Jugend sagen) – durch ein Gegenüber, das uns nah und noch dazu sehr ähnlich und doch wieder verschieden ist… Und leider obendrein auch einen eigenen Willen hat.
Ach herrje….  😀

Du siehst, jetzt erst, mit dieser Projektion der Liebe in den Anderen, kann die wunderbare Möglichkeit für Dramen beginnen! (Ist doch im Vergleich die universelle Liebe mehr mit Ruhe und Frieden verbunden…  😉 ):
Die Liebe erst nach außen verlagern und dann durch einen Anderen zurückbekommen zu wollen (so das Spiel). Die Jagd beginnt.
Aber so funktionieren ja alle unserer Spiele: Wir behaupten, etwas nicht zu haben und daher erreichen oder bekommen zu wollen.
Ein Teil von uns hat es schon, aber das wäre ja langweilig zu wissen. Wozu dann der ganze Aufriss mit Zielen, Aufgaben etc etc.? Das macht ja Leben aus: Bewegung. Wir wollen ja immer irgendwo anders hin, mehr werden, anders werden, etwas erreichen.  

Also das Gefühl (manche Erleuchteten nennen es mit Recht auch Illusion 😉 ) von Mangel motiviert uns, etwas im Außen als Ziel anzupeilen und es dann erst „zu haben“.
So auch hier.

Wow. Dann jetzt noch ein bisschen mehr Hintergrund –  nur so, mal nebenbei den Anfang vom Universum besprechen, weil es gerade passt und das Lagerfeuer so schön knistert:  😀
(Ich weiß, ich habe fortgeschrittene LeserInnen, denen kann ich schon einiges zumuten.)

Dieser Mangel hat seine Entsprechung in unserer ersten „Ur-Trennung“ „damals“, der Trennung vom Göttlichen (der Liebe), dem EinsSein, dem Zeitlosen, dem Heilen, dem Ganzen, wo Alles und Nichts ist (…und Worte nicht hinkommen. 😉 ).
Diesen göttlichen Zustand dadurch scheinbar (Scheinmangel!…) verlustig geworden mit dem Schritt in Zeit und Raum und Individualität:
Der Wahrnehmung, ein Tropfen, eine einzelne Seele zu sein, mit einem Namen versehen, eine bestimmte, über viele Leben hinweg erkennbare Frequenz zu sein, abgetrennt von anderen, im besten Falle noch verbunden mit anderen Einzelnen. Aber nicht mehr EINS. Nicht mehr alles. Nicht mehr ganz. Scheinbar jetzt ein Mangelwesen.

Diese Trennung wiederum wird entsprechend ähnlich gespiegelt im Körperlichen, im (zumindest theoretisch möglichen) heilen Zustand im Mutterleib und der Abtrennung in das individuelle Leben bei der Geburt.

Ab jetzt regieren diese Wahrnehmungen:
Da ist nicht mehr alles, das Ganz-Sein ist scheinbar verloren.
Wir sind nur noch unkompletter Teil des Kuchens.
Verlust wird also erst jetzt – durch diese Trennung – möglich.
Mangel, das „Zuwenig“, wird jetzt möglich.
Und die Angst. Und die Anziehung.
Und überhaupt Emotionen!

Emotionen!

(…und ab da gab es Kühe mit modischen Schuhen.  Kuh mit Schuh    😀 )

Und damit beginnt Das Spiel.
Und ein Spiel braucht einzelne Spieler und Ziele und Hindernisse (die anderen Spieler oder den Weg zum Ziel selbst).
Sonst ist es kein Spiel, sondern Langeweile. Ohne das hätten wir auch zu Hause bleiben können im EinsSein.

Das Spiel, die Reduzierung auf einen Teil des Ganzen, ist also der Grundzustand im sichtbaren und unsichtbaren Universum.
(Auch wenn das Spiel oft sehr ernst und dramatisch aussieht und sich anfühlt…)

Wir sind also Wesen, die als Individuen in Raum und Zeit agieren, aber „gleichzeitig“ Alles, das Göttliche (oder wie es der Einzelne bezeichnen möchte).

Die Verbindung zwischen dem überpersönlichen, zeitlosen, göttlichen Liebeszustand und dem individuellen, freien, scheinbar getrennten, Sein auf eine individuell befriedigende Weise zu schaffen, beschäftigt Viele von uns ein Leben lang.

Jede Heilung (heil, ganz werden), die diese Bezeichnung verdient, MUSS diese Verbindung schaffen.
Und viele – oder alle? – grundlegenden Fragen gehen darauf zurück:
Das Trennende, Individuelle vs. das Ganze. Das Diabolische (von „entzweien“, „verfeinden“), „Böse“ vs. das Gute, das Göttliche.
Gibt es die dunkle Rückseite des Mondes, können wir aus der Liebe fallen?
Können wir als Individuen verbunden sein und doch individuell bleiben?
Will ich wirklich inkarnieren oder mit einem Bein in einem Zustand bleiben, der dem EinsSein ähnlicher ist als der Getrennte bzw. Irdische?
Kann ich wirklich geliebt werden?
(Lies bitte hierzu auch meinen kleinen Blogartikel dazu: Standbein – Spielbein)

Dieses Spiel (wie sich später herausstellen wird, eigentlich mal wieder harte Arbeit  😉 ), das uns hier näher interessiert, ist eben diese Jagd nach Liebe.
Die auf einer anderen Ebene also immer da ist (also wieder dieser verflixte Scheinmangel).

Nur ist bei diesem besonderen Spiel um Liebe der eine wichtige Aspekt von ihr, die Bedingungslosigkeit, von vornherein nicht gegeben, da wir ihr ja nachjagen müssen. Mmh….

Also die Voraussetzungen für dieses Spiel sind schon …. naja, sagen wir: marode…:
Ich möchte etwas haben, was dann eigentlich gar nicht das ist, was ich will, aber dann gib mir wenigstens jeden Tag davon und am besten noch mehr (erinnert mit Grund stark an einen Junkie).

Angesichts der menschlichen (Liebes-)Dramen gilt also:

Das, was wir erjagen, durch Verstellung und Verzerrung und Anbiederung erschummeln oder erpressen können, kann diese Liebe per Definition gar nicht sein.

Und doch… Wir glauben es fest. Wir glauben daran, von anderen geliebt werden zu können und machen sie damit zu Urhebern von Liebe. Einer Liebe, die dadurch persönlich wird und an einzelnen Wesen hängt wie Zettel an einem Abreisskalender.

Welche Blüten diese Jagd in unserem Leben treibt und
welche Muster sie in unserem Liebesleben erzeugen kann, die alles andere als glücksspendend sind und
welche Emotionen dabei vorrangig beteiligt sind und
wie Du da herauskommst:

LIES DIES BITTE IN TEIL 2 DIESES EPISCHEN DRAMAS!

Alles Liebe!
Euer Ulf Parczyk

___________

Photos: 
1. Beitragsbild (Hand) von Alexander Lam, unsplash.com / 
2. Person im Licht von Will van Wingerden, unsplash.com 
3. Mann mit Grimassen von Ryan McGuire, Gratisography 
4. Kuh mit Schuhen von Ryan McGuire, Gratisography

HIER ZUM WEITERLESEN DIE IM TEXT ERWÄHNTEN BLOGARTIKEL:

LEUCHTTURM DER LIEBE

STANDBEIN – SPIELBEIN

ICH VERSTEHE DAS NICHT!

SCHATTENBOXEN

 

 

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