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Die ultimative Liebeserklärung an alle Außerirdischen

Die ultimative Liebeserklärung an alle Außerirdischen

 

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(34 Min.)

Die ultimative Liebeserklärung an alle Außerirdischen

von Ulf Parczyk

Du bist einzigartig. Wie alle anderen.

Nur fühlst Du Dich allein damit. Da sind die anderen und hier bist Du. Weit entfernt.

So hat es sich schon immer angefühlt. Das Gefühl ist so alt wie Du, so vertraut wie ein alter zugiger Wintermantel, der nicht wärmt.

Immer am Rande des Schulhofes, einsam den anderen beim Spielen zuschauend.

Anders als alle.

Schmerzhaft fremd.

Draußen.

Nicht mitspielen können. Zaungast sein. Das einzige Spiel, das bleibt, ist ein Solo.

Du fühlst Dich zart und verletzlich. Dein Licht, mit dem Du gekommen bist, droht immer wieder ausgeblasen zu werden. Das dunkle Schwarz droht, schwer und bedrückend. So wie es sich hier draußen eben anfühlt. Dunkel und schwer, manchmal so, dass Du gar keine Luft mehr bekommst, es Dir Herz und Atem abschnürt.

Und alle anderen kriegen es so gut hin, so viel besser als Du. Die haben diese Schmerzen gar nicht. Die versinken wohl nicht in sich, müssen sich wohl nicht tief drinnen in sich verkriechen und festhalten und lassen einfach so ihr Licht strahlen – na gut, es fühlt sich für Dich nicht wie Licht an. Aber bedroht scheinen sie sich jedenfalls nicht zu fühlen. Nur Du allein. Nichts Gemeinsames. Die anderen haben auch Arme und Beine, aber das war´s schon mit den Ähnlichkeiten.

Manchmal wirst Du auch wütend. Du scheißt auf die anderen. Je größer Du wirst, umso mehr geht das überhaupt. Wer Dich nicht mitspielen lässt, ist doof. Du willst gar nicht mehr mitspielen. Ätsch! Du brauchst die anderen gar nicht. Das sind die letzten, von denen Du was brauchst. Du machst jetzt Dein eigenes Spiel. Traurig, aber stark und stolz. Ja, Stärke, das ist es, was Du jetzt lernst.

Wenn niemand Dich versteht, Du niemandem vertrauen kannst, bleibst am Ende nur Du selbst. Das ist gut. Du brauchst gar keinen! Das macht unabhängig und da enttäuscht Dich niemand. Stark, und einsam. Stark, und traurig. Stark, und misstrauisch.

Du machst aus dem Alleinsein das Besondere, so fühlte es sich ja sowieso schon immer an. Aus der Not eine Tugend machen. Das „Normale“ wird Dir zum Gräuel. Das „Normale“, das sind die Anderen. Und die sind strunz dumm. Tief innen schaust Du adelig auf sie herab, wenn Du ehrlich bist. Tumbes Fußvolk, zu dem Du gar nicht gehören willst. Du sonderst Dich jetzt selbst ab, das überlässt Du nicht mehr denen. Pah, Erdlinge. Du lehnst das Im-Körper-Sein ab und daher auch die, die auch einen haben. Das lässt sich gar nicht trennen. Leider spüren sie Dein Naserümpfen sehr wohl – trotz Dummheit – und das kommt bei denen oft gar nicht gut an und sie mobben Dich noch mehr und wollen nichts mit Dir zu tun haben. Sonderling. Arroganzbolzen. Hochnase. Alien.

Die stärkste Nähe zu den anderen spürst Du, wenn sie böse sind zu Dir. Und sie sind oft böse. Das aus ihrer Sicht Andere macht sie böse auf Dich. Und das Andere aus deren Sicht bist Du. So wirst Du noch einsamer.
So schmerzt es noch mehr, aber immer mehr nur noch tief in Dir drinnen, fast unhörbar, ein leises Wimmern – War da was? Nein. Das kommt aus dem Kellergewölbe, weit hinten unten in Dir, und der Schall fällt dort von feuchter Steinmauer zu Steinmauer und versiegt dann. Da war nichts.

Du bemühst Dich hier redlich, aber es gelingt nicht wirklich. Nichts reicht, um zu bekommen was Du möchtest (Schuldgefühle nagen wie Ratten an Deinem Bauch). Du gehörst einfach nicht zu ihnen. Du gehörst eigentlich nirgendwohin. Du bist wohl ein Außerirdischer. Du willst wieder weg. Schon als Du noch in Deiner Mutter warst, vielleicht. Da schon, in diesem ersten Platz in dieser Erdenrunde, wird Dir einiges wieder klar, wie es hier vorher war, bei der vorigen Runde…
Wie und warum bist Du nur wieder hierhergekommen, auf genau diesen Planeten, in diesen engen Körper, der an Dir hängt wie ein Betonklotz an einem Versinkenden. Noch so zart und winzig und doch schon so schwer.

Darüber aber kultivierst Du das Kreative, das Spirituelle. Mit dem Nicht-Sichtbaren bist Du vertraut. Nur die, die – wie Du – sich draußen fühlen, haben die Kraft, Anderes, Neues zu vollbringen, das fällt Dir auf. Du hast wenige Vorbilder, die es geschafft haben. In Biographien über Künstler, Schriftsteller, Weise steht es. Und im Internet findest Du Artikel über Hochsensible, Introvertierte, GeBurnOutete, Depressive, Empathen – die Welt scheint auf einmal voll davon zu sein. Hättest Du das als Kind gewusst! Du findest Dich in allem ganz gut wieder, das erleichtert. Du bist gar nicht so alleine. Und Du bist nicht verrückt.

Du merkst, nicht alle sind extravertierte und erfolgreiche Alphas, die es hier reißen – die mit einem verschmitzten Lächeln, Perlweiß-Zähnen und einem überlegenen Zwinkern in den Augen, Martini in der Linken, Ray Ban locker in der Rechten pendelnd, freihändig mit ihrem Sportboot direkt in ihre Villa düsen und sich noch vom Boot aus in den parkumsäumten Pool plumpsen lassen, während dem Sprung noch schnell ein Selfie, natürlich mit der Hand ein Victory-Zeichen formend – für Facebook: „super feeling heute wieder!“. Wer das nicht liket, ist selber schuld. (Das Klischee ist mir klasse gelungen, oder? Hat richtig Spaß gemacht…. Bitte, was hast Du gesagt? Neid?? Was?? ICH?? 😀 ).

Du bist vielleicht gar kein Loser! denkst Du erleichtert. Du bist nur nicht windschnittig.
(Wenn Du ehrlich bist, weißt Du auch nicht, wie es diesem Alpha eigentlich tief innen geht, aber egal…Du likest trotzdem lieber Buddhazitate.)

Das gibt Aufwind.

Was Dich später auch versöhnt, wenn Du Dich wieder freier bewegen kannst, sind Tiere, Natur. Da atmest Du durch, diese Wesen sind alle nicht bedrängend, bewertend, abwertend, ein- oder geringschätzend. Das ist alles nicht böse, die nehmen Dich, wie Du bist. Die sind auch unschuldig und verletzlich und Großen Mächtigen ausgeliefert. Um Einzelne kannst Du Dich auch kümmern. Mit denen wenigstens fühlst Du Dich verbunden.

Bist Du groß, fühlst Du Dich auch Kindern nahe. Unbedrohlich, lassen Dich so sein (wenn´s nicht Deine eigenen sind 😉 ). Und Du kannst sie so sein lassen.
Große Menschen sind eher suspekt. Je näher, je schlimmer. Denen lieber nicht zeigen, wie es Dir geht. Ab in den Keller mit Deinen allzu weichen Gefühlen. Das könnte Schwäche zeigen. Und das wäre noch mehr Macht für sie. Vertrauen ist gut (wenn man es hat) – Gefühls-Kontrolle ist immer besser. Das ist Dein Wahlspruch für die nächsten Jahrzehnte. Innen und Außen trennen sich.

Gut, es gibt (hoffentlich) Ausnahmen: Eine Oma, ein Onkel, eine Freundin. Aber als Masse und Fremde sind sie furchteinflößend. Ziehen Energie ab, weil Du Dich schützen musst. Weil Du Dich anpassen möchtest. Weil Du das Beste geben möchtest. Weil Du helfen möchtest. Du bist der beste Zuhörer: Du willst nichts für Dich, ganz brav reißt Du Dir den Allerwertesten für andere auf. Du lässt Dich nutzen, funktionierst, ganz brav und nett, Du machst es leicht. Und Viele brauchen viel. Da kommst Du gerade recht mit Deinem großzügigen Geben. Und Mitleid ist Dein zweiter Vorname. Da kannst Du gar nicht nein sagen. Am besten die ganze Welt retten. Und die Welt ist groß und leidet. Puh, welch eine Aufgabe! Die Schultern werden bleischwer bei dem Gedanken.

Du tust vor Dir und anderen vielleicht nicht so, aber das Ganze ist nicht ausnahmslos selbstlos. Denn Du bist (und bleibst so) auch immer hungrig nach Sicherheit, Geborgenheit, Anerkennung, Liebe. Und wenn das alles nicht zurückkommt, dann wenigstens ein bisschen Gesehen-Werden und Dabei-Sein. Das freut Dich, das laugt Dich aus. Dann musst Du immer wieder weg davon, auftanken. Alleine sein, im Wald sein, mit Tieren sein, Musik hören. Entspannen. Durchatmen. Drogen interessieren Dich, außerkörperliche Zustände. Sie verheißen die Tür zur Anders-Welt, zu der früher nur Schamanen und Eingeweihte Zugang hatten, das ist nahe der Heimat.
Innen ist sicherer.
Ist freier.
Leichter.
Seele.

Wenn Du groß bist und jetzt aus der Ferne kommunizieren kannst – was Dir ganz lieb ist, weil ohne Bedrängung – vernetzt Du Dich auf Facebook und Twitter, diskutierst in Foren mit Gleichartigen, die Du zum Glück findest. Das alles kannst Du steuern. Sie rücken Dir dann nicht direkt auf die Pelle. Computer ´runterfahren geht immer.

Du interessierst Dich für Spiritualität. Da findest Du, was Du in der äußeren Welt nicht findest. Das ist Dir so vertraut wie der alte Wintermantel, das ist jetzt aber ein anderer, der hier ist gar nicht zugig, ganz im Gegenteil. Natürlich gibt es frühere Leben. Natürlich gibt es Engel. Und Wesen, die die anderen scheinbar nicht sehen. Auch das fanden sie früher schon verrückt an Dir. Auch das hat Dich als Kind schon einsam und anders gemacht, wenn Du Kontakt damit hattest und den Fehler gemacht hast, es zu erzählen. Du hattest Angst: vielleicht vor dunklen Geistwesen – oder Hoffnung: durch einen unsichtbaren Freund, der Dich endlich mal versteht.
Das verstand aber gar niemand da draußen.

Spirituelle Sphären ziehen Dich immer wieder an: Das Licht. Das Licht, das Du hier nicht schützen kannst, Dein Licht, das ist ja auch irgendwo da draußen (leider nicht hier). Der Tod könnte Dich wieder dahin führen. Hell und leicht und unbedroht sein – das ist Deine größte Sehnsucht. Und das ist hier wohl nicht drin, hier unten, im schweren Körper, unter den anderen, die nicht so sind wie Du und die was anderes wollen. Und Dich anders wollen.

Du sprichst von „Geistiger Welt“ und traurig wird Dir dabei irgendwann klar, dass Dein Gebrauch dieses Begriffes Dir schon zeigt, dass Du nicht mehr das Gefühl hast, Teil dessen zu sein. Geistige Welt ist „da oben“, das sind die Engel, die Meister, das Jenseits. Auch da bist Du draußen und ziehst jetzt noch eine Engelkarte für den Tag oder hörst, was ein Medium von einem angeblich hohen Lichtwesen über den nächsten Monat oder Deine zukünftige Liebe zu sagen hat.
Mmh. Wenigstens das noch.

Du versuchst Dich wacker zu halten, durchzuhalten. Irgendwann wird´s schon! Doch auch die Sehnsucht, dazuzugehören, eingebunden (nur nicht ganz hinausfallen!) und ein wenig erfolgreich zu sein. Familie und Beruf und Liebe hinzubekommen. Irgendwie den Kontakt zu halten. Einiges musstest Du auf diesem Weg opfern. Auch das kostet Kräfte, jeden Tag. Wenn Du jung bist, spürst Du es vielleicht noch nicht. Die Gewinne scheinen noch zu überwiegen. Nur tief innen, da bleibt die Angst, ganz draußen zu sein. Und das Wissen: so wie Du erscheinst, davon bist Du einiges gar nicht wirklich (pst!). Wie Boot und Bootssteg, die unter Deinen Füßen immer weiter auseinander driften.

Auch daher wirst Du schnell müde. Dein Körper zeigt verschiedene Symptome. Alles Mögliche – auch gerne welche, bei denen sich Dein Körper gegen sich selbst richtet, auf jeden Fall gegen Dein Hier-Sein. Gibt es die Diagnose Lebensallergie? Für Dich gibt es sie.
Mehr oder weniger ist Dir das ganz bewusst: Tot oder nicht – Du willst hier auf jeden Fall weg und gehst oft raus – nicht spielen, aber aus dem Körper, irgendwohin. Nicht nur, wenn´s ganz übel wird. Auch sonst – Du bist unaufmerksam dem Draußen gegenüber. Die sogenannte Welt kann Dich mal. Träumen, Lesen, in eigenen Phantasien schwelgen, eher so. Du bist gar nicht richtig hier. Ein mehr oder weniger großer Teil von Dir ist – ja, wo? Vielleicht da, wo Du wieder hin willst oder sein möchtest – oder schon warst. Oder tief im Zentrum Deines Kokons, den Du um Dich herum gesponnen hast. Du weißt es nicht genau. Das macht es nicht wirklich besser, so ohne Ziel. Erklär´ das mal jem… …ach, lass stecken.

Und was Du hier weiter erlebst, lädt auch nicht zum glücklichen Bleiben ein, obwohl Du Dich doch so anstrengst. Das Ganze ein Gefängnis. „My body is a cage“ („Mein Körper ist ein Käfig“) sang mal jemand. Das war doch alles irgendwann mal anders, nur nicht hier unten! Aber soo weit zurück, nur noch ein Wölkchen von Ahnung, aus den Fingern gerutscht und der Vergessenheit (fast) anheimgefallen, den Monstern zum Fraß. Wie traurig das macht. Die Herzensheimat so entfernt, mittlerweile nicht mehr sicher, ob es eine Fata Morgana ist. Und die Wüste hier ist unbarmherzig und lebensfeindlich. Zumindest für Dich.
Goodbye, Seele.

Daher ist sie laut, diese eine in Dir drinnen, und schreit und quengelt und will jetzt, dass Du endgültig Deine Sachen packst – die, die beim näheren Hinsehen eigentlich eine leuchtende Fee ist. Und die weiß: „Hier geht ja doch nix, hau jetzt ab, Heimflug ins Licht!“ und schwirrt nervös um Dich herum, drängelnd, mit dem Flugticket in der Hand wedelnd, eine Hand nach Dir ausstreckend.

Aber da ist – auch tief drinnen – noch ein anderer Teil! …vielleicht erkennst Du einen kleinen dicken Gnom, der unter der schwebenden heimatlosen Fee auf einem alten Sofa in einer Rauchwolke sitzt und Dir ganz anderes zuflüstert, nämlich: HALT DURCH! Hier geht was! Hier ist es cool! Und noch einen kräftigen Zug aus seiner Pfeife nimmt, der die Fee zum Husten bringt und ihm rote Bäckchen.

Sonst wärst Du ja auch schon längst gegangen, hättest wahr gemacht, was die Fee Dir auf großen wehenden Fahnen zuschreit, nämlich: NUR WEG HIER!

Aber Du bist ja jetzt nun mal hier – sagt der Gnom mit tiefer Stimme jetzt – und komischerweise mit einer Seelenruhe, die Dich erstaunt. Und ganz zart keimt da das Röslein namens „leise Hoffnung“ wieder in Dir auf: Ich kann vielleicht eventuell möglicherweise auch hier „unten“ so sein wie ich bin und kann mein Licht strahlen lassen? Hell und unbeschwert und humorvoll und lebendig und frei! Frei von Angst und Hemmungen, ohne Druck von Müssen und Sollen und Verbiegen und Brav-Sein und Doch-Nichts-Kriegen. Wie schön das wäre! Ein Traum! – und endlich diesmal ausnahmsweise kein Alptraum!
Richtig kitschig, aber herrlich!

Doch noch ist die Hoffnung klein. Ein Flämmchen (dasselbe wie Dein Licht?), das Du nur manchmal wirklich spürst. Zart. Ein Hauch und es zuckt und flackert wieder, kurz vorm Erlöschen: Wieder eine Enttäuschung, wieder ein Schmerz. Taumeln und Versinken. Und Du musst wieder nach ganz innen und das Flämmchen retten. Deine Hände (sind das nicht Kinderhände da?) umschließen und beruhigen das Flämmchen. Ach, hätte das doch ein anderer mal gemacht, große starke erwachsene Hände, die das viel besser machen würden. Du hättest es dann schützen gelernt – oder gar nicht müssen, was noch viel schöner wäre.

Stattdessen musstest Du als Kind das Licht der Großen oder Deiner Geschwister noch schützen und nähren. Verkehrte Welt (mal wieder!).

Aber das gibt Dir wenigstens Sinn in dem wenig Sinnvollen, das Du erfährst und erlebst. In diesem Chaos von Welt, wo Worte zu Dir gesprochen werden, die Du nicht fühlst. Hast Du Unrecht oder die anderen? Verstehst Du etwas nicht oder sie? Und sie sind manchmal böse auf Dich: hast Du was an Dir, stimmt was nicht mit Dir, machst Du alles falsch? …..Das könnte sein, die anderen sind größer und/oder mehr an Zahl, das macht Dich unsicher. Du verabschiedest Dich langsam von Deiner Intuition, Deinem Gefühl – ein leiser unbemerkter Trauergang: scheint wohl nicht zu stimmen, Deine innere Stimme. Noch eine Riesen-Enttäuschung. An was kann man sich eigentlich halten hier unten? Das darf alles nicht wahr sein. Und doch…Du wachst nicht auf, es scheint kein (Alp-)Traum zu sein.
Schade.
Furchtbar.
Irgendwas stimmt mit Dir wirklich nicht. Langsam fängst Du an, Dich durch ihre Zerrbrillen zu sehen, die sie sich auch in deren unbewussten Vorzeiten zugelegt haben. Hier unten gibt es beschissene Optiker. Jetzt wirst Du Dir selbst fremd. Verrat auf allen Ebenen, sogar in Dir. Dein Standpunkt, Dein Fokus wandert zu den anderen, manchmal spürst Du gar nicht, was Du selbst willst. Das Besondere, aber Traurige, in Dir schreit auf, verliert aber Deine Hand und fällt hilflos rudernd wieder mal dunkel-tief in eben jenes Kellergewölbe, schalldicht verschlossen mit dicken Metalltüren.

Andere, das erfährst und spürst Du auch, haben es regelrecht abgesehen auf Dein Licht. Je weiter entfernt sie von ihrem eigenen Licht sind, umso hungriger sind sie. Lechzend zugreifend wie Bilbo Beutlin, der eine gierige Horror-Fratze macht, während er seine Hand nach dem Ring ausstreckt. Sie kommen mit Gewalt und Überwältigung und wollen sich eigentlich mit Dir vereinigen, weil du das Licht noch trägst und sie es scheinbar verloren haben, so glauben sie. (Und was sie nicht haben können, das wollen sie wenigstens zerstören, das sind dann die Fortgeschrittenen.) Nicht den Ring, aber das Helle und Leichte und Kindliche und Reine. Zumindest hast Du noch mehr davon, als sie herübergerettet haben. Und sie wollen es jetzt von Dir. Weder schätzen sie Dich dafür, noch bekommen sie es, noch tun sie Dir Gutes damit. Ihnen egal. Übrig bleibt verbrannte Erde und Du mittendrin. Wieder Wüste. Und wieder das Vergessen anstrengen. Sonst wäre es nicht zu ertragen. Der Keller wird immer größer und dunkler und kälter und voller.
Noch weiter weg wollen, noch drängender die Sehnsucht nach Woanders, Geborgenheit, Ruhe, Frieden. Tod. Rückkehr. Heimat.

Aber noch geht Dein Flämmchen nicht ganz aus. Noch bleibst Du.

Denn ganz leise wispert Dir wieder diese tiefe Gnomenstimme zu, dass mehr geht. Und dass Du möglicherweise hier angetreten bist, um glücklich zu sein, um frei zu sein, Dich verbunden zu fühlen mit allem, Dich zu Hause zu fühlen.
Dass noch viel auf Dich wartet. Und dass die Welt auf Dich gewartet hat.
Genau – so – wie – Du – bist.
Unglaublich, aber wahr?  !   ?
Auch wenn es erst mal echt nicht den Anschein hatte, leck´ mich am Ärmel! Aber dass das wohl zu dem – manchmal beschissenen – Abenteuer gehöre, das Inkarnation heißt. Dass gewollt sei, dass Du wieder zu Dir zurückfindest. IM Körper AUF der Erde DEIN Licht strahlen lässt, frei, hell und leicht und kindlich spielerisch dabei sein kannst
– und nicht nur noch müde Patiencen legen mit endlos großen grauen Stapeln von schweren Spielkarten, Dich wie 564 Jahre alt zu fühlen und, während die Spinnweben lustlos in Deinen Haaren wehen, von Feen und fernen Welten träumen musst, wo endlich Farben und Düfte und Liebe herrschen und leichte Windhauche die Sonne kühlen, alles ganz selbstverständlich und angstfrei verbunden.

Keine Patiencen also, sondern anders – besser, viel besser.

Vielleicht auch dann: die anderen (nur durch Dein Da-Sein und Strahlen) daran zu erinnern (aber nicht wieder an Funktionen denkend), was Du weißt und immer schon wusstest. Und ganz ganz tief in ihrem Mark auch alle alle anderen wissen, auch wenn sie nicht so wirken, weil sie es vergessen haben. Und Du weißt ja genau, wie es ist, zu leiden und sich zu vergessen für ein bisschen (dennoch damals lebens-wichtige) „Liebe“, die jemand anderen meinte als Dich, sonst hättest Du nichts dafür tun müssen und um ein bisschen (dennoch damals lebens-wichtige) Zugehörigkeit, die Du eigentlich doch nie wirklich gefühlt hast. Eigentlich nur für einen Abklatsch: Geduldet-Werden, Aufmerksamkeit… vielleicht…. höchstens.

Hier-Sein und Strahlen. Mit allen anderen! Das wär´s!

Verbundenheit

Dann weißt Du, Du bist angekommen. Und der Weg mit seinen schmerzenden Steinen unter Deinen dünnen Sohlen gehörte wohl dazu und hat Dich ein bisschen weiser gemacht. Möglicherweise weiser, als Du je warst, auf Deinem ganzen bisherigen Seelenweg. Das ist die Chance dieser Zeit: Jetzt aufzuräumen, Dich zu sammeln, Deine Teile zusammenzusuchen und wieder zu Einem werden. Zu Dir.

sehnend   hoffend
trauernd   wütend
„normal“ sein zu können, wie es 08/15 nur geht und auch wieder ganz „besonders“ wie ein unentdecktes Edelmetall
auch mal „böse“ wie die anderen sein (Spieglein, Spieglein… und erst Deine früheren Leben! – Dein Schatten, ick hör´ ihn trapsen  😉 ) und liebevoll groß wie Du nur sein möchtest
mal schwer   mal leicht
mal verstockt   mal offen
mal verletzt   mal fröhlich sprühend
erleuchtet wie ein faltiger tibetischer Lama   mal überhaupt nichts begreifendes Fragzeichen
tief im Körper   weit weit fern Deines Körpers fliegend
kraftvoll wie ein Riesenhieb   schlapp wie ein ausgelutschter Ballon
ungeerdet und flatterig wie ein junger Schmetterling   fest wie die Wurzeln einer Dorflinde
dunkel wie der Schatten unter einem Stein auf dem Boden des tiefsten Alpsees   hell wie die leuchtendste sonnenbestrahlte Schneeflocke
hart wie ein Diamant   weich wie ein Wattebausch
weinen um alle Seen der Welt zu füllen   zusammen lachen bis die Luft wegbleibt
aufgefangen Dich in zärtliche Hände legend   Deine Hände ausstrecken und ihn oder sie im Fallen halten
wie ein Feuer-Vulkan berstend von Lust   gelangweilt wie ein zerfließender Camembert in der Sonne
männlich wie der aufgeblasenste Macho   weiblich wie die zarteste rosige Blüte
verletzlich wie eine rohe Muschel ohne Schale  offen im Vorübergehen für die feinsten Düfte der Magnolien im Nachbargarten
genießend einen tiefroten Wein in der Dämmerung   freuend wie ein Schneekönig über das Knirschen Deiner Sohlen auf engen Winterwaldpfaden
die alten Gefährten erkennend im Augen-Blick   die seltsamen Träume am Morgen staunend begrüßen
die Welt erobernd und dankbar sein für diesen besonderen Planet Mutter Erde und Dein Hier-Sein auf ihm/ihr, das so viele unbekannte Wunder für Dich birgt – auch wenn Du noch so oft hier warst

– und vor allem:

lieben und geliebt-werden

in allem, was da eben stand. Und noch viel mehr.

Verd… gut, gell?

Die Weisen sagen, Du bist alles und hast alles in Dir.

Die Weisen sagen, es gibt nur das Jetzt.

Und jetzt bist Du offensichtlich wohl mal hier  🙂
– mit Allem was Du brauchst.

Deine leichte Blindheit schützt Dich nur davor, es zu sehen. (Diese Zerrbrille vom Erd-Optiker macht es nicht besser.)

Wenn es geht, sei bitte nicht zu stolz oder allzu pessimistisch und misstrauisch: Sei so stark und nimm Dir Hilfe, es zu sehen, wenn es alleine zu schwer ist, die Wunden zu heilen. Denn da geht, glaube ich, kein Weg dran vorbei. Die alten (noch aus Deinen früheren Erdbesuchen stammenden, mit denen Du höchstwahrscheinlich schon angetreten bist und) knallharten Überzeugungen korrigieren: dass es hier einfach nicht geht, dass die anderen feindlich sind, dass Du nicht gut bist oder nicht ausreichst, dass Du Dich nicht liebenswert finden kannst, dass Verbindung nicht geht, dass Glück hier nicht sein kann — dass es hier überhaupt nicht geht.

Das alles hast Du in vielen Leben, auch diesem hier, erfahren, das lässt sich nicht schönreden. Anderen ausgeteilt, selber eingesteckt. Der Einfluss dieser Erfahrungen und die gefühlte Bedrohung für Dein Licht lassen sich trotzdem verändern. Dann wird es wieder stärker und ruhiger mit jedem Schritt, jeder Verbindung, die Du zu Dir und damit gleichzeitig (!) zu den anderen machst – und das ist, was man Heilung nennt, Ganzwerdung. Verantwortung übernehmen. Vom Opfer zum Spieler. Das von Dir selbst Weggeschickte wieder umarmen und unten aus dem kalten dunklen Kellergewölbe befreien, das Weinende, Schmerzende, Wütende, Lachende, Ohnmächtige, Mächtige, Kindliche, Böse.
Dich im Spiegel der anderen kennenlernen.
Dir vergeben.
Dich lieben.

Sei spirituell, sei sensibel, sei zart, sei verletzlich, sei empathisch, sei liebend, schätze und respektiere Dich, nimm Dir, was Du brauchst oder sag es zumindest jemandem, der Dir zuhört und Dich liebt. Bring´ Dich ein in dieses Spiel! Die Lauten haben nicht mehr Recht dazu als Du. Deine Stimme, Deine Gefühle, Deine Wahrnehmungen, Deine Einfühlung – all das wird gebraucht, sonst wärst Du nicht hier!
Her mit dem Leben.
Wenn jetzt oder später, dann lieber jetzt. Nicht weiterwarten und weiterleiden, sich weiter als Opfer für andere andienen und dann andere die Fülle der Erde, des Daseins erleben lassen und leer ausgehen.

Damit Deine Flamme nicht mehr droht zu erlöschen. Was sie niemals wird, raunt der dicke Gnom weise lächelnd. Aber Du hast es geglaubt, und es fühlte sich sehr wahr an – in diesen ganz schlimmen Momenten – klar – so klar wie Gnomens Lieblingssüppchen.

Wirklich landen und gleichzeitig leuchten.

Erst mal ganz allein für Dich.

Die anderen kriegen´s dann sowieso mit.  🙂 <3

Und mehr brauchst Du gar nicht zu tun, flüstern die beiden tief drinnen. Und die Fee flattert froh und ausgelassen über der Glatze des Gnoms, der sich verlegen-freudig dann die letzten paar zerzausten Haare wieder glattlegen muss: So viel Zeit muss sein, auch ein Gnom hat seine Eitelkeiten.

Du bist besonders. Und wirst es immer bleiben. Vielleicht nicht besonderer und nicht besser als andere (schluck!). Aber Du wolltest vielleicht durch all das hier in diesem Leben bewusster werden und hast jetzt die Chance in diesem Leben, Deinen schweren Rucksack zu öffnen und die Geschenke, die da schon lange auf Dich warten, zu bergen und neu zu entdecken und der Welt zu zeigen. Das schmerzt nochmal, aber Du weißt diesmal, wofür.
Allein für Dich.
Dafür, Deine starke, ganz individuelle Energie hier einzubringen und damit Sinn und Deinen Platz zu finden. Das Oben mit dem Unten zu verbinden. Dich als Seele ganz besonders auszudrücken. Das geht nur authentisch. Das kannst nur Du. Du bist gefragt, kein Abziehbild. Dafür musst Du Dich ganz mit Dir selbst verbinden, so nahe wie möglich, so liebevoll wie Du nur sein kannst.
Und damit verbindest Du Dich auch mit dem Leben und den anderen Seelen hier, die meist nur als entfernte Menge doof und ganz anders erscheinen als Du. (Du hast wahrscheinlich mehr von ihnen als Dir lieb ist…  😉 )
Und die Erinnerung an die Heimat mit der Gegenwart verbinden.
Und die Fee und den Gnom locker Händchen halten lassen.

Riesenkitsch und trotzdem wahr:  😉

Du hast die Kraft. (Du hast es bis hierher geschafft!!)

Du hast das Licht.

Du bist das Licht.

Erinnere Dich.

Deine Flamme wird niemals erlöschen.
(Auch wenn die Angst davor so real erscheinen mag wie der Schmerz, wenn Du Deinen kleinen Zeh am Tischbein anstößt.)

Niemals.

(…und vielleicht bist Du wirklich ein Außerirdischer, der einst von einem anderen Planeten kam, um einen Auftrag zu erfüllen. Du hast sie vielleicht nur vergessen: deine Herkunft, Deinen Auftrag…)

Nimm Deine Chance in die Hand.

Ich bin dabei! und gerne für Dich da.

 Und ich bin so froh, dafür da zu sein: für Viele – vielleicht bist Du auch darunter – die die obigen Worte sofort verstehen werden – vielleicht nicht alles oder so extrem erfahren haben, aber im Ganzen mit dem Text schwingen.

Und ich bin meinen KlientInnen und mir  😉 dankbar, dass mir das mit ihnen zusammen so klar werden konnte, dass ich es Dir jetzt hier schreiben kann. Denn – Du ahnst es wahrscheinlich schon – ich kenne davon auch das Eine oder Andere…  😉

(Und – ganz nebenbei bemerkt – ohne das Kennen des Sich-Anders-Fühlens-und-Trotzdem-Landen-Wollens würde ich das nicht tun, was ich tue – anderen beim Landen helfen. Ein bisschen der Lotse sein, „einfach“ durch Verständnis und Begleitung und Zuneigung.)

Dein Ulf Parczyk

Victory für Ausserirdische

Das Victory der Außerirdischen… 😀 😀

 

Der Text ist allen meinen Klientinnen und Klienten gewidmet.

Photos: Beide wunderschönen Beitragsbilder von Greg Rakozy, Unsplash; Spock-Gruß von geraldford

 

 

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